Äzzolilli
aber später verbannt, weil er die, den Re-bellen crtheilte Amnestie bis auf die Pa-polis, die sonstigen Herren von Bologna,ausdehnen wollte. 2) (Germ.), geb. zuBologna 1740; starb als vieljähriger Leh-rer derMedicin das. 1814; schrieb:' Obser-vationes aä Uteri conscriicr. p klein,(nebst andern teulsch übersetzt, Heidelberg1791); Insrilnliones n>e<i.; Lpexiera >Io-insslic» U. M.
Azzoltni, I)(Decko), geb. zuFermo1623, erh'elt wegen seines edeln Styls unddes Schwunges seiner Gedanken vom PapstJnnocenz den Cardinalshut, und ward vonAlexander VII. der Königin Christine em-pfohlen, um ihre Geschäfte zu ordnen; er
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st. 1689 und hlnterließ:tici, c;,i.-i6 in conclavi oilSkl vancku lia-bkat carüiualis pontilicinni axionia ,>i»-bivns linjusc;uö ükriäeiiis lavens, Os-nabrück 1691, 4. L) (Lorenzo), Neffedes ältern Decius, geb. zu Fermo, wardBischof von Narni und st. 1632, als ereben zum Cardinal ernannt worden war.Man hat von ihm: Larira contra laInssnria. Seine Satyren gehören zu denbesten des 17. Jadrh. 3) (Giovanni),Thcatinermönch; st. zu Sorrento 1655 undhinterließ in ikal. Sprache Predigten, eineAbhandlung über den Trost furchtsamerSeelen und einen Lobgesang auf die heiligeMaria Magdalena von Pazzi. (t./.)
V.
Ä, 1) als Buchstabe, hebräisch 2(Beth), griechisch I! (Beta nach der EraS-mischen Aussprache, Bita nach der Reuch-linfchen, Bhita nach der neugriechischen, v.hier als ein durch die Zähne zischendes Wausgesprochen) lateinisch 1! (Be), aufägyptischen Hieroalyvhen nacb Einigen durchein Schaf angedeutet, ist in den morgen-und abendländischen Sprachen der zweiteBuchstabe des Alphabets und der erste Con-sonant; hat nur in wenigen Ausnahmen(z. B. bei den alten Iren war B der 1.,A. der 17., in der Runenschrift B der13. Buchstabe) einen andern Stand» istLippenbuchstabe (s. d.) und zwar ein wei-cher, sanfter Laut, mit leichter Öffnung derLippe und gelinder als der verwandteLaut P (von dem cs jedoch in mehrernSprachen nicht unterschieden wird), härterals W (s. d.) ausgesprochen; er wird des-halb in einzelnen Sprachen oder Dialek-ten oft in der Aussprache mit P und W,also auch mit F und V verwechselt; ja seitdem 5. Jahrh. n. Chr. riß die Verwechse-lung von L und V in lateinischen Hand-schriften so ein, daß man darin ein Zeichenfür das Alter derselben gefunden hat (vgl.B 3) Abkürzung). Von de» Römer» warder schon in früher Zeit, wohl des Wohl-klangs wegen, in U verwandelt (z. B. üb-lere, in Milci o); auch in derselben Sprachein den Vorsylben ob und snb vor c, k,xx, »I, p, r mit dkl» jedesmal folgendenLaute vertauscht (z. B. obcnrro, snbli-
cio, snbßero, »»binino, snbpnto, snb-ripio Mlk occnrro, »iisücio, suMar«,snininillo, snpynko, snrriyio); u. vors und r am Anfänge der Wortes schon inden ältesten Zeilen mit x (z. B. scribo.
seripsi u. s. f.). Auch in der Rechtschrei-bung ward es bei den Römern oft verwech-selt; so findet man auf Znlchriste» nzisensstatt abscns, ^nz>1icns statt frnblicns u.s. w. Die das Lateinische übertragendenGriechen drücken durch R (seltner durch IIsO-, j) das lateinische V aus (z. B.
i;-g)AX,or, statt Varro,
VirAiIirrs, Lervins). Sprachen, bei denender Mund nicht geschloffen wird, wie dienordamerikanischen, haben das B gar nicht.Man hat die Figur des L von einem Haus,oder einem Schaf, oder andern Dingen,die ihm eben so wenig ähnlich sehen, ablei-ten wollen; in der ältesten Form sind cSaber 2 auf gleicher Basis über einander ge-setzte gleichschenkliche Dreiecke, die sich baldin das L abrundetcn und zum bequemer»Schreiben bald /S und 6° wurden, aus wel-chem letzteren endlich das b entstand. 2)Als Zahlzeichen. Im Griechischen istI- mit einem Acutus oben (I)'. ,3.) so v.w. 2, mit einem Acutus unten ( L. F-)so v. w. 2000. Als römisches Zahlzeichenist 1- so v. w. 300, aber mit einem Quer-striche darüber (1!) so v. w. 3000 (vgl.Auslassungszeichen). 3) AlsAbkürzu » g:a) in römischen Inschriften oder auf Mün-zen Laüio. Lalbus. Leieno. Lenk. Lk-nckciarins. Leina (in spätere, Zeiten st.Verna). Linus. Lixit (st. Vixil). Lonns.Lrnins. Lnrr». Lieslnni ; b) in christli-chen Inschriften Lerlaes (-ra); c) aufdem Revers neuerer Münze», aa) auffranzösischen: die Münzstadt Rouen; bb)auf östrcichischcn: Kremnitz; cc) auf preu-ßischen: Breslau; 6) oben auf den Couc»-zettelu so v. w. Briefe, lvelchc, nach bci-stchendem Preise, auf dem genannten Platze