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2 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 2 / Ap bis Barret
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518
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518 Azur

de (vgl. Arberga); 2) da« für solche gelei-stete Azung vergütete Geld; Z) das Geldfür die Beköstigung von Gefangenen; 4)(Rechtsw.), Geld, was der Schwangererder Geschwängerten zur Verpflegung desKindes bezahlen muß. Azungs-gerech-tigkeit, A.-recht (Ausspann, Lblager,Mahl, Futter), so v. w. Arberga (s.d.).

Azur (v. fr.), 1) der Lasurstein (s. d-);L) das daraus bereitete Ultramarin (s. d.);3) gewöhnlicher das dunkelblaue Kobaltglas,Smalte (s. d.), fein gemahlen (franz. dienü'a?.irr); 4) (Azüren), von der Farbedieser Dinge, also himmelblau; 5) (b!bl.Gesch.), s. Affur.

Azura, so v. w. Azrun.

X /. ri >r i r ä ,r rr in >> p ^ i < i ii rn ( a,Geogr.), nach Plinius so v. w. Affuros.

Azurini Dokht, Königin von Per-sien; folgte ihrer Schwester Turan Dokht631 n. Chr., regierte sanft und mild. AlsFerock Hormoug, einer ihrer Gouverneurs,sie mit Liebes- und Heirathsanträgen be-stürmte, ließ sie ihn stranguliren; seinSohn empörte sich, um sich zu rächen, be-siegte sie, und ließ sie hinrichtcn,

Azurni, die blau gekleideten Chorher-ren von St. Georg in Alga (s. d.).

Azür-otter(Zool.), s.Liter, gemeine.

Azür-stein, s. Azur 1-3).

Azutsch Oglan, in der Türkei Kin-der, die auf Kosten des Sultans nachArt der Azcmoglam (s. b.) erzogen,außerdem aber noch in den Wiffenscbaften,ritterlichen Übungen und mehrern Sprachenunterrichtet werden, doch gewöhnlich dabeiein Handwerk erlernen müssen. Sie kön-nen zu höheren Ämtern emporste''gen. Wennder Kaiser fischen oder auf dem Wasser fah-ren will, müssen sie rudern, wobei ihnenjedes zerbrochene Ruder bezahlt wird. (//>.)

voira, s. Unpaa-rige Vene. «vnlas (üc. inns-

culirs, Anat.), s. Unpaariger Zapfenmuskel.

Äzyma, ungesäuert Brot oder Gebacke-nes, welches die Juden nach 3. Mos. 2, 11zum Opfer bringen mußten. Auch wardnach 2. Mos. 12, 15 den 14. des MonaisVisan, welcher daher das Fest d-r süßenBrote heißt, also vor dem Osterfeste, zumAndenken des Ausgangs aus Ägypten, un-gesäuert Brot gegessen. Roch jetzt wirbdies beobachtet, den Lag vor dem Feste dasgesäuerte Brot sorgsam aus dem Hause ge-schafft, aus besonders gemahlenem Mehle,der mit einer genau vorgeschricbenen Quan-tität Wasser (so viel wie 43 Hühnereier)angefeuchtete Teig ohne Gewürz mit beson-der« Ceremonien gebacken und so gegessen.

Azymet Gueresi, ward 1764 zumKhan der Krimm ernannt, reiste im folgen-den Jahre nach Eonstankinopel, wo ihn derGroßherr sehr freundlich aufnahm; wenigerglücklich >var er bei hem Großvezier, von

Azzognidi

dem er nur mit Mühe die Schleifung desfür die Krimm gefährlichen Forts Kabar-tab erhielt. 2 Jahre später ward er ab-gcsetzt.

Azymkten, Christen, welche beim Abend-mahl ungesäuert Brot gebrauchten; Name,der lateinischen Kirche vom Patriarchen Mi-chael Cerulerius zu Conkantinopel beiihrer Trennung von der griechischen Kircheim II Jahrh. gegeben. Auch die Armenierund Maroniten heißen so.

Azynholz, so v. w. türkisch. Eichenholz.

Azyz, s. Aziz Billah.

Azzaps, s. Azaps.

Azzara, s. Azara.

Azzcddulat, s. Monzcddulat.

Azzali (Ant.), geb. zu Casalbarencolobei Parma 1776; zeichnete sich als Arzt u.Lehrer der Medici« zu Parma aus, wo erals Professor der Klinik 1820 starb.

Azzi, 1) sFran; Maria degli),Ritter von St. Etienne, geb. zu Arezzo1655, einer der Stifter der Arkadier;st. 1707; gab die Genesis in Sonettenheraus. 2) A. ne' Forti (Faustinadegli), Schwester des Vorigen, geb. 1650,eine der berühmtesten Dichterin de» 17.Jahrh. und Mitglied der meisten AkademienItaliens; gab heraus: Lorro ^oerico undverfaßte mehrere kleinere, in mehrerenSammlungen zerstreute Gedichte; st. 1724.

3) s. Ust.

Azzo, 1) (Alberto), Herr von Ca-nossa, ward S62 vom Kaiser Otto 1. zumMarkgrafen von Reggio u. Modena erho-ben, Weiler die Witwe Lothars, Adelaide,in sein Schloß ausgenommen und gegen Be-rengar 11. vertheidizt hatte. Er war derUrgroßvater der berüchtigten Mathilde.2) Geheimschreiber des Papstes JohannXll., von diesem SM an Kaiser Otto d.Gr. gesandt, um ihn gegen Berengar zuHülfe zu rufen. Als er 963 die Wahl desGegenpapstes Leo V111. begünstigte, ließihm Johannes Zunge, Rase Und 2 Fingerabschneiden. 3) Des Joh. BassianuS Schü-ler, aus Bologna, lehrte hier (nicht inMontpellier, wie irrig behauptet wird) dieJurisvrudenz, oft, wegen der Menge derZuhörer, auf den S. Stefanoplatze; st. um1220 und seine Schriften waren lange ZeitOrakel der Juristen. Übrig: Lummas in-sritnrionnni und Apparutns, all aoeli-csw (von seinem Schüler S. Ägidius her-ausgegedcn) und ungcdruckte Schriften.

4) A. G u id i (P e ter), aus Bologna u.Kanonikus daselbst; beschrieb 1475 in Ver-sen das Leben der heiligen Katharine vonBologna. 5) (Anton Maria), geb. zuBologna 1697; st. 1770; gab die Predig-ten des St Antonius v. Padua heraus. (/>.)

Azzoguldi, 1)(Taddeo), aus Bolog-na, befreite i. 1.1376 sein Vaterland durchVertreibung der päpstlichen Truppen, ward

aber