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1 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 1 / A bis Aozos
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6 Abacou

Blenden des Berurtheilten durch Vor-haltung eines glühenden Beckens (da-oino .

Abaton, s. Aoako.

^ bzck > c> pLrlus, s. Abtreibung derLeibesfrucht.

A u.icu!c>LckLnAu1uin, lateini-sches Sprichwort, wonnt ein ungereimterSchluß angedruret wird.

A !i .1 e II5 , 1s bei den Alten : einRechen-bret zu ar.tbmet,scheue wegen Unbehulflich-keit der damaligen Zahlzeichen, schwie-rigen Berechnungen. 2 , > Zahlen - Tabelle,d- B. L. ?)-r!>.!^o>icns, Einmaleins. A.

oder c»ii-.n dux.».-. m->U-n,eine. zur . Multipllcarion sechzigtb-nigerB'-iche emgerichrete, La'el. Z). In derBank, die obere viereckige Platte, womitder Knauf (Kapicäl) 'einer Säule be-deckr ist..

Aöäd, s. unter Abaditen und Habad.Abada, asiatisches Nashorn, s. d.Abadä's, süt arabischer Volksstamm,klein, aber kräftig von Wuchs und krie-gerisch.

Abaddlr, s. Abadir.

Abäddon, m der Offenbarung Johan-nis, der König der Heuschrecken, ein hölli-scher Verwüster. (Offenb. Joh. 9, 11 .) '

Abadiöten, Volk auf der Insel Kre-ta, arabischer Herkunft, etwa 4000 Seelen.

Abadir (Abaddlr, Abdir d. i. xarerrniiLlii kalid). I) nach Augustin (ex. 44.)vornehmste Gottheit der Karthager; 2) derStein, den Rhea in ein Ziegenseir wickelte,um ihn, statt des neugebornen Jupiter, vomSaturnus verschlingen zu. lassen. Ihn gabjedoch Saturnus mit den verschlungenenKndern wieder von fich, und Jupiter über-gab ihn dem Apollischen TcmpU zu Delphi,wo man itm^an festlichen Tagen mit Ltzlbegoß. Vergl. Baetylos.

Abaditen, maurische Herrscherfamilie,regierte von 1043 bis 1091 in Sevilla undgab diesem Staate drei Emire, sämmttichAbad genannt.

. Av ädschi, bei den Türken ( nach demsyw Kal.) der. Monat August.

Äbä, s. Adäus und Abantes.Ab-ährung des Halses, alte Strafefür diejenigen, die boshafterweise Grenz-oder Marksteine verrückt hatten. Der Kopsdes, bis an den Hals in die Erde gegrabe-nen, Verbrechers ward mit einem vierspän-nigen Pfluge abgeschnittcn.

. Ab.älärd, Peter (Abaillard, gewöhn-lich aber unrichtig Abelard) Bsnedictiner-mönch, einer der ersten Hauptlehrer derscholastischen oder der Philosophie derMönche; geb. zu Palais bei Nantes 1079,gest. zu Clugny 1142 (s. iiiororv ok Ab.SIIÜ Ile!, b)- Leriiißton, teütsch vonHahnemann, Leipz. 1789), vertheidigre

Abagck

(und verbesserte) den Nominalismus desRoscellin gegen den Realismus seines Leh-rers W. v. Champeaux; lehrte vorzüglichin Paris mit großem Beifall, wodurchdort der Grund zur Universität gelegt ward;lebte aber beständig in Streit (am hef-tigsten mit dem heil. Bernhard). Die be-deutendsten Schriften dieses, in der Philo-logie, Philosophie, Jurisprudenz und Theo-logie gleich ausgezeichneten, Gelehrten sind:die Sermone; Commentare zu 'den Br.Pauli an die R. u. a.; introckwccio sfl.tbeoloAiam s. 8e stfls Lose trinit.;librl V. Obiisr. rboalogise, eke. Auchtrat er kräftig auf gegen die Geistlichen,die. m:t dem Ablaß und Meffelesen eigen-nütziges Gewerbe trieben, und ward deshalb,und semer Schriften wegen, schon 1121 hef-tig verfolgt und 1140 vom Pabst in Banngethan, von seinem Freunde, Peter demEhrwürdigen aber in Schutz genommen,worauf er, in der Abtei St. Marcel derChalons, als Privatmann lebte. In seinerJugend verführte er die schöne Heloise,Stichte des Canonicus Fulbert, und ward,wiewohl er sie nachher heirathete, von die-sem mit mönchischer Wuth überfallen undentmannt. Daher

Lbälardisiren, entmannen.

Ab-äschern, in der Kochkunst, schlei-mige Fische mit heißer Asche abreibcn.

Ab-äthmen, i. d. Hüttenk.: die ausAsche geschlagenen Cupellen (s. d.) aus-glühen. Man treibt so Feuchtigkeit undGas heraus, weil sonst das aufgesetzteWerkblei sprudelt.

Ab-äugeln, i. d. Jägerei: die Spurdes Wildes mit den Augen (ohne Hund)aufsuchen.

Ab 8us, Beiname des Apollo, von derihm heiligen Stadt Aabä oder Abä inPhocis, mit einem berühmten Orakel-Tem-pel, den die Perser verbrannten, und dessenUeberreste die Lhebaner, im Kriege mit denPhocäern, vernichteten, den Kaiser Ha-drian aber, jedoch viel kleiner, wiederaufbaute.

Ab-äußerung (8i5onssio), heißtim teutschen Privatrechte (Minden- Ra-vcnbergsche und Münstersche Eigenthums-ordnung ) die Entsetzung des Leibeigenen(s. d.) von seiner Stätte; vergl. Abmei-erung und Austreibung.

Abäffi, 1) altadeliges Geschlecht inUngarn, welches, von dem Edelsitz zu A b a-salva im Gomörncr Comikare, den Prädi-katsnomen von Lbafalva führt. 2) s. Apafsi.

Abägä, 1) König der Tartaren, der von1662 bis 1682regierte, mit den Saracenen inSyrien, so wie mft dem Sultan von Aegyp-ten Krieg führte, und, mit seinem SohneArgon, von einem Saracenen vergiftet wurde.Ihm folgte sein ältester Bruder Langador.

2) Aethio-'