2 Aachner Mineralwasser
Aalmutter
Aachner Mineralwasser, be-rühmte, 4 Zo bis 53° Reaum. warme'Heil-quelle, vorzüglich durch ihren Schwefelhydro-gen - und Schweselazotgehalt ausgezeichnet.
Aachner Synoden, 7 Kirchenver-sammlungcn, die in den Jahren 509, 517,819, 836, »41, 860 und 862 unter Karldem Großen, Ludwig dem Frommen undLothar in Aachen gehalten wurden.
K. »er. , >nno avias vulgaris;
im Jahre der gewöhnlichen Zeitrechnung.
Aagaard, Dorf im Stifte Aalborg,WS im I. 1441, — 25,000 aufrührerischeBauern erschlagen wurden.
Aahaus (Ahaus), Amt im Regie-rungsbezirk Münster, 35,573 Ew. (1318),welckes nnt dem Amte Bocholt den inediatisir-ten Fürsten von Salm - Salm, welche A, undSalm - Kyrburg, welche H besitzen, gehört.Hauptstadt gleiches Namens, Residenz desFürsten von Salm - Kyrburg.
Aak, eine Art platter, vorn und hin-ten stumpfer Rheinfahrzeuge.
Aal, Aale, I) (Quallenfische und ersteOrdnung der Grätensische nach Oken, zweiteFamilie der Kahlbäuche nach Andern), schlan-gcnfdrmige Grätenstsche, deren Schwanzflossesich um einen großen Lheil des Leibes zieht,theils Meer-, theilS Süßwasserfische. Gat-tungen: Aal, Muräne, Zitteraal, Schlan-aensisch, Spitzschwang u. a. 2)' »»gmil!a,Gattung (Sippschaft)' jener Ordnung,kenntlich am Daseyn der Kicmendeckel, Kie-menhaut und Brustflossen. Arten: Fluß-aal, Meeraal. 3) (Gemeiner, Flußaal, an-Auilia üiiviatilis, O., muraona sn^uilis,»e)> Art voriger Gattung, schwarzgrünmit vorragendem Unterkiefer, unmerklichgeschuppt; Süßwasserfisch; geht im Früh-;ahre in's Meer, ruht im Winter imSchlamme, nährt sich von kleinen Fi-schen, Würmern u. dgl., geht auch auf'sLand und frißt junge Pflanzen; gebiertetwa 10 lebendige Junge. Sein Fleisch ist(frisch, geräuchert und marinirt) wohl-schmeckend, fett, schwer verdaulich; die un-gemein zähe Haut gibt starke Riemen.4) (A. elektrischer, auch cayennischer, furi-nam'scher), s. Zitterüal: 5) Bei den Luch-dereitern: ein falscher Bruch im Luch.6) Sin Backwerk aus Butterteig.
Aal-bastarde, nach nicht mehr üb-licher Eintheilungsark (Klein), ein Fisch-Geschlecht von 24 Gattungen; der Gestaltnach den Aalen ähnlich.
Aal-bäum, s. Heckenkirsche.
Aal-beere, Aalbrsing, s. Johan-nisbeere (schwarze).
' Aal-bock, nicht hinlänglich bekannteSalmart im Thuner - See.
Aa.borg, dän.sches Stifrsamt. DieHprst. gleiches Namens hat 5000 Ew. undtreibt lebhaften Handel. Sitz eines Bischofs.
Aalbuch (Albuch), bergige Gegend inden würtembergischen Alpen in der Land-vogtei Kocher. Eisen, Holz, Viehzucht.
Aal-butte, s. Aalquappe.
Aal-eidechse, < seps iriono<lLM)-Ius,o., lacertL snAiiina, Q), eine am Vor-gebirge der guten Hoffnung in Felsenritzenlebende Art der Schleicher (Kurzbeine, s.d.), kenntlich durch einzeilige Füße.
Aal-eisen, s. Aalgabel.
Aalen, 1) (Alen), St. im Würtember-gischen mit 2,300 Ew. und der Sitz desgleichnamigen Okeramts, von 5 QM. und18,000 Ew. 2) So v. w. Aale fangen.
Aal-er che, so v. w. Aalhälter.
Aal-fang, bedeutet die Zeit (die besteist vom März bis October), den Ort, undvorzüglich die Art des Fangens der Aale,wie auch eine dazu bestimmte Vorrichtungin Muhlenzerinnen u. s. w. Vergl. Aal-gabel, —puppen, —sprung u. a.; auchFischerei und Reusen.
Aalfeld, s. Alfeld.
Aal-flöße, eine Verbindung von meh-rern Reuse» oder Fischkörben, mit darübergelegtem Srroh -der Mit Steinen beschwer-ten Bretern, zum Aalfang.
Aal-fr auf s. Aalmutter.
Aal-gabel t Aaleisen, —pricke, —sta-chel, —stecher), eine mit Widerhaken ver-sehene, dreizackige, eiserne Gabel, um Aaledamit zu fangen.
Aal-groppe, s. Aalmutter.
Aal-grundel (Aodius -iiiAuillaris),eine Art Meergrundel (s. d.), mit ro-them Schwänze, einer Rückenflosse; inChina einheimisch.
Aal-Halter, Behälter, Kasten, Körbe,in denen Aale im fließenden Wasser aufbe-wahrt werden.
Aalhcide, eine 7 Meilen lange Haideim Stift Ripen in Jütland.
Aali, berühmter türkischer Geschicht-schreiber, gest. im I. d. H. 1006 (1597).
Aal-ka sten, 1) Kanal im Regierungs-bezirk Potsdam; 2) s. unter Aalhälter u.Aalsprung.
Aal-kirsche, s. Elsebeere, Hecken-kirsche u. Vogelbeere.
Aal-murmcl (moiwisriis LnAuil-loiäes), eine Art Murmelfische (s. d.),mit stumpfem, zweitheiligem Schwänze und20 — 26 Strahlen in der Rückenflosse.Im Nil.
Aal-mutter (Aal-frau, —groppe,HIennilis viviparus ), eine Art Schleim-sisch (s. d.), mit gelbem, schwarzgefleck-tem Leibe und in 2 Röhren ausgehendenNaslöchern; lebt, auf dem Grunde der Ost-see, des Nord - und Eismeers, von Gewürmund Krebsen; gebiert lebendige Junge, de-ren sie oft 200 bei sich hat. Die im Fin-stern leuchtenden Gräten werden durch'sKochen grün. Wird wenig gegessen.
Aal-