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Katechismus der Gedächtniskunst oder Mnemotechnik
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Vierter Abschnitt.

Beispiele:

1. Herr Wilda hat einen auffallend braunen Teint.Wir nennen ihn in Gedanken den braunen Indianer; füruns ist er und wür er noch so mild ein Wilder(Wilda).

2. Herr Bergmann hat ein Wärzchen an der Nase;dieses Hügelchen erinnert an Berg und Bergmann.

3. Herr Schäfer sieht unserm Freunde, dem HerrnMüller, sehr ähnlich. An diesen ist der Herr Schäfer zuknüpfen:Ein junges Lämmchen, weiß wie Schnee" oderwie der Müller" oder wie man sonst Lust hat.

4. Bei Personen, die uns dem Äußern nach schon bekanntsind, machen wir weniger Umstände. Dem Herrn Hubersetzen wir eine Haube auf den Kopf; dem Herrn Lackertstecken wir statt der Zigarre eine Stange Siegellack in denMund; dem Herrn Siebenkäs geben wir sieben Käseunter den Arm rc.

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Anleitung zu einer Geheimschrift, derenSchlüssel mit Hilfe der Mnemotechnik leichtzu merken ist.

Man verabrede mit der Person, mit welcher man seineGedanken schriftlich austauschen will, zunächst irgend einStichwort, das dem Schlüssel zu Grunde gelegt werden soll,z. B. Starhemberg (Sieger bei dem Distanzritt WienBerlinim Oktober 1892). Den Konsonanten eines solchen Stich-worts entsprechen bestimmte Ziffern (vergl. Frage 43), indem gewählten Falle die Ziffern 5, 1, 4, 8, 3, 6, 4, 9.Diesen Ziffern gemäß trägt man nun in ein in neun Feldergeteiltes und von den Umrißlinien befreites Quadrat dieBuchstaben des Alphabets a, b, e, ä ... der Reihe nach ein,sodaß also u auf das fünfte, b auf das erste, o auf das vierteFeld u. s. w. und § (weil das vierte Feld bereits besetzt ist)auf das neunte Feld kommt. In die beiden freigebliebenen