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Ziegen Hayn, in Niederhessen, an der südwesilicheir Seiteder Fulda, ehedem eine gräfliche Residenzstadt von 300 Häusern undigov Einwohnern, hat Festungswerke und eine Stuterei.
Ziegenmelker, heißt der Nachtrabe oder die Nachtschwalke,ein kukubund schwalbenähnlicher Vogel, der nur des Nachts herum-fliegt, weil er von dem abergläubigen Pöbel beschuldigt wird, daß erden Ziegen die Milch aussauge.
Der Zi c Hschacht, f. den Art. Schacht.
Zieler, heißt bei dem Scheibenschießen derjenige, welcher die! getroffene Stelle zeigt und bemerkt.
Ziemer, heißt der Rucken eines Hirsches, nachdem die Keu-len abgelöst worden. Desgl. das männliche Glied eines größer» Thic-res, z. B. eines Ochsen.
Zierbengel, ist der passendste deutsche Nähme für Elegantoder t^elit-lVIsitre. S. diese.
Hans Joachim von Zielen, köuigl. Preuss. General von derEavallerie, Chef eines Husarenrrgimenls und Ritter des schwarzen Ad-lerordcns, wurde den ig>. Mai 1699 zu Wustra» im Ruppinischen ge-boren, trat im fünfzehnten Jahre als Frcikorporal bei einem Jiifan»tcrie - Regimente in Pieußische Dienste, verließ sie aber wieder, weiler beim Avancement übergangen wurde. Im Jahr 1726 wurde er beieinem Dragoner-Regimente eingestellt, wo ihn eine Herausforderungdes Comw.andanten seiner Schwadron ein halbes Jahr auf die Festungbrachte. Als er zurückgekehrr war, wollten die Ossiciere nicht mehr,j mit seinem Gegn.r dienen; Zielen rermied zwar das Duell, wurde
, aber überfallen» und dazu gezwungen. Sein Gegner kam auf die Fe-
l stung, Zielen wurde kassier. Indessen gab ihm tcr König, sein per-sönliches Verdienst anerkennend, 1733 eine Schwadron bei dem da-mahligcn Benkendo,fischen nachher Zietcnschen Husarenreginrente. Vonbcm Zuge gegen die Franzosen, wo er 1735 als Volontair mit rvc»Pferden zur Reichsarmee abgegangen war, kam er 1756 als Major> > zurück. In der Pause, die jetzt in seiner kriegerischen Laufbahn einlratbeglückte ihn die Liebe einer schönen tugendhaften Gemahlin, einerFräuleins. Jurgas; und der Tod seines königliche» Beschützers (1740),>0 sehr er ihn anfangs betrübte, führte ihn bald auf die Bahn desRuhms. Seinem neuen Gebieter, Friedrich II. diente er in den dreiSchlesischen Kriegen, nahm an allen Operationen Antheil, wurde1741 vom Könige zum Obristlieuteuani ernannt, und zur Danksagungnahm er dafür am folgenden Tage sogleich ein ganzes feindliches Ea-vallerie-Regimrnt gefangen, wofür er noch an demselben Tage Obristward. Einige Tage darauf wachte er cimn Fehler seines Regiments-Chefs durch seine Brarour wieder gut; dieser ward dafür bei einemGarnison-Regimente angestcllt, und Zieten eihielt das Husaren-Regiment. Im zweiten Schlesischen Kriege, wo er auch zum erstenMehle verwundet wurde, zum General-Major erhoben, blieb er nachdem zu Dresden abgeschlossenen Frieden (1745) zwar abwechselnd aufseiium Gute, Wustrau, und in Berlin; allein seine Ruhe wurdevielst ch gestört. Der Neid und die Mißgunst seiner Feinte wußte ihnbald beim Könige zu verkleinern, und ihm des Letztem Gnade zu