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jerstampt worden seyn. Bekannt ist von ihm auch folgender Aus.spruch: Als man sich nähmiich wunderte, daß er durch harte Belei-digungen einst sehr erzürnt wurde, antwortete er: Hätte ich kein Ge-fühl für Beleidigungen, so hätte ich auch keins für Lob. — Ein vondiesem untcrschi dener, nicht minder berühmter Philosoph ist
Zeno, aus Citium auf der Insel Cppern, welcher um dasJahr 260 vor Chr. Ged. blühte: dieser war der Sohn eines Kauf,rnrnns, dem sein Baker die Schriften der Athenienfischen Philosophenmit »ach Hause brachte, und dadurch in ihm die Liebe zur Philoso-phie weckte und nährte. Zeno kam endlich selbst einmahl in Handels-geschäften nach Athen, scheiterte im Hafen, und widmete sich von nunan der Philosophie. Nachdem er gegen 20 Jahre die Lehren der ver-schiedenen Schulen angehört hatte, trat er endlich in Athen selbst alsLehrer und Stifter einer besondern Schule auf, die den Nahmen derstoischen bekam. Wir beziehen uns, um Wiedcrhohlungcn zu vcr,meiden, aus den Art. Stoiker, und fetzen hier nur noch einige sei-ner Lehrsätze und sein LebenS-Ende zu jenem Art. hinzu: Dir Tu-gend, lehrte er, sei das höchste Gut; der Schmerz keinUebel, sondern nur das Moralisch-Böse so zu nennen. Inder Physik lehrte er: Gott fei die Weltsecle, »ic Welt selbst, der Kör-per dieser Seele; er nahm ferner ein unvermeidliches Schicksal an.Die Strenge seiner Moral, die er selbst susübte, erwarb ihm dadurchdie höchste Verehrung und Achtung in Athen so, daß die Athener ihmdie Schlüssel zur Festung übergaben u'.id anverkraulen, und ihm nachseinem Tode eine Statue setzten. Er erreichte ein hohes Alter, undsoll sich nach Einigen zu Tode gehungert, nach Andern mit einemStrick erwürgt baden. (Die Stoiker nähmlich billigten in gewissenFällen den Selbstmord.) Seine zahlreichen Schriften sind verlorengegangen. Seine Philosophie übrigens fand auch bei den Römernsehr viel Anhänger.
Apostolo Zeno, ein berühmter dramatischer Dichter auS Cau-dia zu Ende des ^ten Jahrhunderts Hofpoet und GeschichtsschreiberKaiser Carls VI. zu Wien, und Vorgänger des noch weit berühm-tem Metastasiv (s. dies. Art.), dem er, nachdem die Italienischeernsthafte und komische Oper, besonders auch die Oratorien von denalten Mißbräuchen und Fehlern durch ihn gereinigt worden waren,nun dicß schön angelegte Feld überließ, auf welchem Metastasiv, derihn freilich an Grazie, Sanftheit und Harmonie bei weitem übcr-traf, sich den hohen Ruhm als dramatischer Dichter erwarb. Zenoging (172 -) nach Venedig zurück, wo er als pensionirter kaiserlicherDichter, noch sehr lange lebte, und im Jahr 1750 starb. Das gro-ße Verdienst hatte er allerdings um die Oper, daß er dieselbe regel-mäßiger zn machen, und sie dem Trauerspiele der Griechen naher zubringen versuchte. Er verließ daher die Götter - und Wunderwcltgänzlich, und gab der Italienischen Oper die jetzige Gestalt. Seinedramatischen Werke (6z tragische Stücke enthaltend) kamen in ioBänden 1744 zu Venedig heraus. Außerdem gab er auch noch (bis^719) das Oiornai- ckci (uteran 6 'Itsiia in zo Bänden heraus.