Wik Wit 4»,
lhi», Knecht und Magd; die übrigen aber in Gäste von verschiedenemSiand, Rang und Nation. So wie die verschiedenen Personen nacheinander auftraten, wurden passende Unterredungen gehalten, und da-zwischen gesungen, getanzt, gespielt re. So wurde im I. 1670 -uMünchen ein solches Fest gefeie t, das an Pracht und Kostbarkeit au-ßerordentlich gewesen sein soll, Fürst und Fürstin spielten selbst mit,und die übrigen Rollen waren sämmtlich mit den angesehensten Stan-des-Personen besetzt. Die Gäste waren von 40 verschiedenen Natio-nen, alle in ihre Nationaltrachten gekleidet, welche teils Soldaten,tbeilS Pilgrimme, Hirten, Jäger, Gärtner, Zigeuner, Bauern undBäuerinnen vorstellten. (Vcrgl. übrigens den Art. Z a pat en). Sowurden auch zu Dresden, unter August II, mehrere solche prachtvol-le Wirthschastcn gegeben, unter welchen eine der kostbarsten die vondem sogenannten Auerbachs Hofe zu Leipzig war, und zu Wienunter Kaiser Leopold I., wo besonders jene Wirtschaft merkwürdigwar, welche bei Gelegenheit der Anwesenheit des Russischen CzarS,PcterS deS Ersten gegeben wurde.
Wirz bürg, f. Würz bürg.
Wis baden, s. Wiesbaden.
Wisk^, s. Whisky.
Wismar, eine ansehnliche Handelsstadt im Herzogtum Mek-le,iburg an der Ostsee, mit ioc>o Häusern und §400 Einwohnern, ge-hört dem Herzoge von Meklenburg-Schwerin.
Wispcl, ein Gelreid maß, welches in Sachsen, Brandenburgund den angrenzenden Ländern zwei Malter, oder 24 Scheffel, inBraunschweig und Hannover 4, und in Hamburg ,c> Scheffel hält.
Der Wißmuth (kinmutbum) auch Aschblei, und ehedemMarkasit genannt, ist ein dem Spießglas ähnliches Metall, vongeldröthlicher Karbe, welches ein blätkriches Gefüge, wenig Klang undviel Sprödigkeit hat. Im Feuer fließt er geschwinder als Blei; aberam vollkommensten und heftigsten löst er sich durch Salzsäure auf.Dieses Metall — welches eben nickt häufig auf der Erde verbreitet ist,und das man gediegen im Sächsischen Erzgebirge, in Böhmen undeinigen andern Gegenden findet — wird von den Zinngießern undKlempnern beim Löten, auch zn Buchdruckerschriften gebraucht.' DasSpanische Weiß, dessen man sich zur weißen Schminke bedient, wirdebenfalls aus dem Wikmut, wenn eS in Scheidewasser aufgelöstwird, und dann als glänzendes weiß's Pulver zu Boden fällt, berei-tet, ist aber der Haut äußerst nachteilig.
Wistnu (Wisch nu, Bishnu) ist eine von den drei vor-nehmsten Gottheiten der Indianer. Diese glauben nähmlich auch eineArt von Dreieinigkeit, obgleich in den ältesten Zeiten von ihnen nurEin Gott angebeket wurde, die die drei Eigenschaften: z» erschaffen,zu erhalten, zu zerstören in fich vereinigte; sie perjonisicirte» nachherjede dieser drei Eigenschaften, und machten aus jeder eine besondereEoithe', wovon denn der oben genannte Wistnu auch eine auö-machk, und als der Erhalter aller Dinge verehrt wird.
Witgensicin, eine Grafschaft im Oberrheinischen Kreise» reichan Mineralien, ntst der Residenz gleiches RahmeuS.