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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Polygala Senega Lin.

( Senegapflanze. Klapperschlangemvurzel.)

G h a r. S p e c.Polygala Senega.

P. herbacea, carina cristata, foliis oblongo-lanceolatis glabriusculis, floribus sessilibus spicatis terminali-bus, sepalis lateralibus subrotundis carinae subaequalibus Capsula matura subrotunda vix brevio-ribus sed multo angustioribus,

(Synonyma sequentia ob flores imberbes dubia quidem remanent, cum vero radix ipsa etreliquae ab auctoribus indicatae notae cum planta nostra conveniunt, cristam, a nobis ob-servatam, huc usque yel neglectam vel praetervisam fuisse, suspicari liceat.)P. Senega. . . . . . . . . Lin. Amoen. acad. 11. p. 139. c. icone sine flor.

Syst. Veget. ed. Pers. p. 678.Willd. Spec. plant. 111. p. 89,4.Pers. Syn. plant. II. p. 2j4. Var. a.Pursh. Fl. Am. scpt. II. p. 4^4« Var. a.Rieb. Bot. med. p. j5ü.

Di erb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 292.Eber in. Allgem. Encycl. V. p. 3oj.Guib. Hist. des drog. I. p. 277.Virey Hist. Bat. des med. p. 171.Bot. Magaz. lab. 1057. iccm " i:inca > sed crista incarina satis evidens.

Engl.F ranz.

Benennungen.

The officinal Milkwort or rattlesnakeroot.Poligale de Virginie, racine de serpent

a sonnettes.

Die Senega ist in Wäldern in verschiedenenGegenden Nordamerika^, besonders in Canada, ein-heimisch.

Die Wurzel ist perennirend und besteht ausstarken holzigen wenig astigen knotigen gelblich-grauen Fasern.

Aus ihrem etwas verdickten, kurzen und abge-stutzten Wurzelstock kommen mehrere aufrechte,einfache, ungefähr einen Fufs hohe, krautartigeStengel hervor; diese sind rund, unterhalb der Mittenackt, am Grunde mit sehr kleinen, stumpfen, häu-tigen Schuppen besetzt, gewöhnlich glatt, oderkaum merklich behaart.

Die Blätter sind abwechselnd, sitzend, lan-zettförmig, nach beiden Seiten verschmälert, ganz-randig und glatt, sie werden nach der Spitze zugröfser, so dafs die untersten kaum einen, die

obersten zwei und einen halben bis drei Zoll inder Länge erreichen; die Breite wechselt von vierbis zu zehn Linien. Mit der Lupe betrachtet, siehtman am Rande sehr feine Sägezähne.

Die kleinen sitzenden Blüthen bilden andert-halb bis zwei Zoll lange dichte Aehren an derSpitze der Stengel; zwischen den noch unent»wickelten Blüthen und an der Spitze der Aehrestehen kleine spitze Deckblättchen, Die drei klei-nern Kelchblatt eben sind oval, stumpf, das eine istetwas gröfser; die beiden seitlichen sind oval, ab-gerundet, weifs, geädert und von der Länge derBlumenkrone.

Die zwei oberen Blumenblättchen sindlänglich, stumpf, unterhalb der Mitte auf einerSeite bauchig, von weifser Farbe; der Kiel besteht(künstlich ausgebreitet) aus drei stumpfen Lappen,von denen der mittlere in mehrere stumpfeZähne kammförmig gespalten ist. Von denacht Staubfäden waren in den von uns unter-suchten Blüthen sieben in einem Bündel verwach-sen, der achte war frei.

Die zweifächrige Kapsel wächst nach der Blü-the sehr in die Breite, so dafs sie an den Seiten

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