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der, die zum Theil in meilcnlangen Dörfern wohne». Die Hauptstadtgleiches Nabmens enthält in 568 Häusern 4200 Einwohner.
Jauner, eigentlich Gauner, ein Landstreicher, insbesondreein Spieler von Profession, mit dem Nebenbegriff des feinen Betrügers.
Java, eine der Sundischen Inseln in Ostindien , welche überausfruchtbar ist und herrliche Producte liefert. Sie gehört theils den Hol-ländern eigenthümlich, theils Fürsten , welche von den Holländern sehrabhängig sind. Die Holländisch-Ostindische Compagnie hat hier ihrenHaupksitz; und Batavia, die wichtigste Stadt aller HolländischenBesitzungen in Ostindien stehet auf den Ruinen der ehemahligen Haupt- ^stadt des Landes Jacatra gleiches Nahmens, welches den Holländerneigenthümlich gehört. Die gesammke Volksmenge auf Java beträgt et-was über yoo,000 Menschen. Vergl. Batavia. Rach der Vereini-gung Hollands mit Frankreich gehören diese Besitzungen zu dem Fran- ^
zösischen Reich, sind aber den Angriffen der Engländer ausgesetzt, die i
sich der ehemahligen Holländischen Länder in Ostindien zu bemächtigensuchen.
Ibe, s. Eibe. M
Iberien, der lateinische Nähme Spaniens/oerzuweilen in derh'öhern Schreibart vorkommt, z. B. Iberischer Jasmin für Spanischer.
Ibiljem. (Lat.) abgekürzt» ibicl., j ., ebendaselbst, d. i. ausder nähmlichen Seite, an dem nähmlichen Orte.
Ibis, ein ägyptischer Wasservogel, zum Storchgeschlccht gehörig,ward, wegen seines Nutzens in Vertilgung der Schlangen, Frösche,Eidechse »c., von den alten Eayptiern göttlich verehrt.
Jbicus, ein Zeitgenosse des Anakrcon, und berühmter Griechi- !scher Lyriker, ungefähr 552 vor Christus, nach Einigen zu Rhegium,nach Andern zu Mcssana geboren. Er begab sich zur Zeit des Polly-crates nach Samos, und brachte da aitch seine Lebenszeit zu. Er soll7 Bücher lyrischer Gedichte im dorischen Dialect geschrieben haben,und war übrigens Erfinder des musikalischen Instruments Sambuc-ca. — Sein Tod und die Ahndung desselben wird so erzählt: Auf ei-ner Reise wurde er von Räubern überfallen, und da er sich nicht ret-ten konnte, so rief er die Kraniche, die er eben über sich hinwegzichensah, als Rächer seines Todes an. Der Mord war vollbracht, und dieRäuber zogen nach Korinth. Zufälliger Weise sah einer von ihnen Kra-niche hinziehen und rief den andern iin Scherz zu: „Sieh da! die Rä-cher des Jbycus!" Dies hörten einige Umstehende, zeigten es der Obrig-keit, die schon von dein schändlichen Morde gehört hatte, an: die Mör-der wurden eingezogen, zum Geständniß gebracht und hingerichtet. —
Wer kennt nicht die trcfliche Ballade von Schiller: Die Kranichedes Jbicus, wo diese Erzählung zum Grund gelegt ist?
Jbrikdars, Jmbrikdars, Türkische Hosbediente, die demKaiser bei dem gottesdienstlichen Waschen die Gefäße reichen.
Jcarus,s. Dädalus.
Ickn^umor,. (Griech. spr. Jchnevmon») die Pharaonsratze,ein Egypkischer Iltis, weißlich und schwarzgrau gefleckt, mit steifenHaaren, welcher Mäuse, Vögel, Schlangen, Eier und besonders Kro-kodileyer frißt.