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bürg seine Handlung sehr erweiterte: und da es an mehreren über-mülhigen Unternehmungen der Hansestädte keinen Thcil nahm, 'vielmehr bei dem herannahenden Sturze dieses Bundes (s. Hanse-atischer Bund) mit kluger Politik den großen Herren zu rechterZeit nachgab ; so wußte es sich nicht nur damahls seine Dorrheile zusichern, sondern sie auch zum Theil für künftige zu erhalten. Vor-züglich gelang eS Hamburg durch die Aufnahme der Englischen Ava»,lurier - Kaufleute (einer Gesellschaft Engländer, welche di- Verrr ibungder Englischen Tuch und Wollwaren in der Ferne zur Absi ! t hatte,dabei aber auch mit andern Englischen Produkten auswärts bandelte), n». I. >601 seine Freiheiten in England zu behaupten. Im I. idZoerneuerten die drei Städte Hamburg, Lübeck und Bremenihren Bund, und führten von der Zeit an allein den Nahmen derHansestädte. Im sechzehnten Jahrhundert flüchteten sich vieleNiederländer nach Hamburg, wodurch nicht nur die dasige Hand-lung wuchs, sondern auch die vorzüglichsten noch jetzt bestehenden Ma-nufakturen daselbst entstanden. Im achtzehnten Jahrhundert war ,Hamburg die reichste Handelsstadt in Deutschland und nach Lonko» !und Amsterdam der wichtigste Handelsplatz in Europa. Bei den Aus- ^bruch des Französischen Krieges hob sich Hamburgs Handel noch m br !empor, aber in der Folge kam es in mancherlei unangenehme Der- !hältnisse. Bei dem zwischen Frankreich und Preußen ausgebrochenen !Kriege wurde es im Jahr »806 von den Französischen Truppen de- !setzt und im Jahr izio förmlich mit Frankreich vereinigt. Hamburg 'ist gegenwa tig mit dem Beinahme einer gute» Stadt die H-mptstatt !des Deparkem nks der Elbemünduogen. Sie isi der Sitz eines kaiser-lichen Hots , hat 7yvo Hauser und 102000 Einwohner. Handel istdie Hauv'bkschäftigung und der Grund des Wohlstandes. Als Handels-stadt steht sie zwischen einem großen Tbeile Deutschlands auf beiden ^Elbseiten und allen Europäischen Handelsstaaten, auch den Amerika- -Nischen Freistaaten mitten inne und treibt so einen Zwischenhandel,der sie zu einem der ersten Handelsplätze macht. Sie betreibt auch in ^Friedenszeitcn den Wallfischfang. Viele und große Anstalten sind zum ^Bcßten des Handels gemacht. Vor seiner Vereinigung mit Frank-reich batte Hamburg 2 Häfen (Kuzchaven) Z Leichtbürme, eine Lootsen-gesellschaft zu unterhalten und verwendete große Summen aus seinemEigenen, auf die sichere Fahrbarkeit der Elbe. Hamburg besitzt eineberühmte Girobank, eine Börse, mehr als 500 angesehene Handels-t'äuser, vormahls beschäftigte es bei 500 eigene Schiffe, und sahjährlich über 2000 Schiffe in seinen Häfen onkommen. Es bcsindk»sich hier mehrere Affekuranzcvmpagnien. — Fabriken sind der zwcyieGrund des Hamburger Wohlstandes. Es zählt >4 Wachsbleichen,mehr als Zoo Zuckersiedereien, viele Kattun-Leinen - Seidenweb reicn,Tabaksfabriken, viele ansehnliche Gerbereien u. s. w. Außerdem be-sitzt Hamburg viele öffentliche Anstalten, eine Handlungsschule, 2Gymnasien, Bibliotheken, eine Gesellschaft zur Beförderung der Kün-ste und Gewerbe, treffliche Armenanstalten, «. s. w.