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Eib Elt»
Oberherrschaft zu entziehen; allein es half.ihnen nicht viel, und seit1386, rvo es dem Deutschen Orden verkauft wurde, machte es einenTheil des Liefländischcn Staates aus, mit welchem es auch, nachdemes ino Jahre unter Schweden gestanden hatte, unter Rußland kam;die Provinz blieb auch bei demselben, wo dann das Land in der Fol-ge unter Katharina H. den Nahmen der Revalschen Statthal-ter schüft erhielt, ,797 aber wieder als Gouvernement Ehst-land hcrgestelkt wurde. Ehstland und Lieft and betragen zwarnur ungefähr den 2iotcn Th^il des unermeßlichen Russischen Reichs;allein die Russischen Beherrscher haben von jeher auf die Erlangungund Behauptung derselben alles angewandt. Ileber die unglücklicheLage der Leibeignen in Lief- und Esthland ist, seitdem Merkel (inseinem Buche: Die Letten) und Petri (in seinem Werke: DieEhstcn) die Sache zur Sprache brachten, sehr viel geschrieben undgestritten worden, und es dürften denn doch wohl der Aushebung die-ser schändlichen Sklaverei leider! noch manche und große Schwierigekeiten entgegen stehen. — Uebrigens haben die Ehsten meistcntheilSschlechte Wohnungen, sind rauh und zu Strapatzen abgehärtet, beken-nen sich zwar zum christlichen Glauben, haben aber noch viele heidni-sche Ueberbleibsel.
Die Eibe, oder der Eiben bäum, heißt der immer grüneBaum, der unter dem Nahmen Isxus am bekanntesten ist, und inden Gärten zu Hecken gebraucht wird. Die Dichter pflegen ihn auch,als ein Sinnbild der Trauer, den Grabmählcrn bcizusetzen.
Eibenstock, eine Bergstadt mit 2000 Einw„vncr im königlichSächsischen Erzgebirge, mit einem Bergamte und vielen Einwohnern,die sich vvm Bergbau, Spitzenklöppeln und Handel nähren.
Eichs-'eld, rin Gebiet von 40 Ouadratmeilen und 4 Städten,wovon Duderstadt und Heiligenstadt die vorzüglichsten sind, zwischenThüringen, Hessen und Grubenhaeen. In Hbereichsfeld» dem größer»und mittäglichen Theile wird viel Rasch und Leinwand fabricirt. ImUntereichsfeld, dem nördlichen und fruchtbarem Theile wird G treibe,Flachs und Tabak erbaut. Die Einwohner des Landes, welches jetztzum Königreich LLstphalcn gehört, sind größtentheils katholisch,
Eichstädt, eine Stadt im Königreich Bayern, im Oberdonau-Krcise. Sie hat ein festes Schloß Wilibaldsburg und 6000 Einwoh-ner. In der Domkirche ruhen die Gebeine des heiligen Wilibald, derim achten Jahrhundert den Grund zu dem Bisthum Eichstädt legte,und in einer andern Kirche die Gebeine der heiligen Waldburga.
Eidam, der Tvchtermann oder Schwiegersohn.
Die Eider (Haas molissima), fälschlich Eidergans ge-nannt, weil Eider in der nordischen Sprache schon soviel assGansbedeutet, ist ein Schwimmvogel, der zu dem Gänsegeschlecht gerechnetwird, mit auf dem obern Theil meistens weißen, unterwärts mehrschwarzen Federn, schwärzlichem und gerunzeltem Schnabel, braunenAugen und schwarz grünen Beinen. Der Eidervogel hält sich meistensauf den kalten Klippen des Islands oder Grönlands auf» und ist denZärtlingen hauptsächlich wichtig wegen der
Eiderdunen, welches die zarten Brustfedcrn dieses Vogelssind, und unter allen Producteu des Naturreichs den leichtesten und