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1 (1812) [A - D]
Entstehung
Seite
543
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sr> unvermutet und überlegen auf den Nacken kam, und zu gleicherZeit die Belagerten einen so wüthenden Ausfall thaten, daß der Herzoggenötigt wurde sich eiligst mit dem Feldmarschall Freitag, unterbesten Leitung er commandirte, zurückzuziehen und die Belagerung auf-zuheben.

Dulcifjcation, (Lak.) die Vcrsitßung. vuloioes, dieSüße, d. h. die Geliebte, von der Geliebte des Ritters Don (^uixotlsin dem bekannten Roman dieses Rahmens so genannt.

Dulie, (Griech. Dulih) die Verehrung der Heiligen.

Dult heißt an manchen Orten der Jahrmarkt, welches eben soviel ist, als Ablaßmarkt, von Indult, Ablaß. (S. dieses.)

Dunkle Körper heißen diejenigen Himmelskörper, welchekein eignes Licht haben > sondern den Schein von einem andern er-halten.

Ouoguergue, s. Dünkirchen. *

John Duns, ein berühmter Scholastiker, vom Franziskaner-Orden, zu Ende des iz. Jahrhunderts — ^Scholastiker. Dunsist übrigens auch ein aus dem Englischen zu uns verpflanztes Wort(vunce), womit man überhaupt einen Dummkopf — besonders abereinen schwachköpfigen, blödsinnigen Gelehrten bezeichnet.

Duodectme in der Tonkunst, ein Intervall, dessen beide Tö-ne um zwölf diatonische Stufen von einander abstehen.

l) u o e n II IN, s. Ooclecnsisct^Ium.

Duodez, (Lat.) die Zwölftelfvrm, d. i. die Form eines Buchs,wo der Bogen in 12 Blatter getheilk ist.

I) uo 6 j, ist der zweite Tag in der Decade oder Woche des Fran-zösischen Kalenders.

Das Du 0 dram > ein Schauspiel, das bloß aus zwei handeln-den Personen besteht.

Hupe, (Franz. Düp) ein einfältiger Mensch , der sich zum Be-sten haben läßt, ein Gimpel. Wir pflegen dafür auch zu sagen: desAndern Narr seyn. — Düpiren, zum Besten oder zum Narren ha-ben, anführen; mit einem niedrigen Worte, prellen.

Duplic, Duplicat, Duppication, dupliciren, Du-plicität, dupliren, Duplum, s. unter Ooublette.

Dup 0 rt, zwei Brüder, beide als große Virtuosen auf demVioloncello berühmt. Der äloere kam 1772 von Paris, als Lehr-meister des jetzt regierenden Königs von Preußen nach Berlin; wo ervon Friedrich H. zum Violoncellist ernannt wurde. - - Der jüngere,vorher Violoncellist beim Opernorchester zu Paris, ist seit 1789 eben-falls als königl. Preußischer Kammermusicus angcsiellt. Man ist unge-wiß, welchem von beiden man den Vorzug geben soll,- so viel aber istausgemacht, daß beide zu den größten Virtuosen auf dem Violonrcllgehören.

D u p p r e, s. O 0 p p i s.

Albrecht Dürer, der erste vorzügliche Mahler der Deutschen;er war 1471 zu Nürnberg geboren, wurde vom Kaiser Maximilian I.geadelt, und starb 1523. Damahls schlief noch das Kunst gefühl, undman kannte nichts als unnatürliche, das Gepräge der Barbarei an sich