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Dal Dam
Dalmatika, ein langes, weisses Oberkleid mit weiten Er-nieln, dergleichen sonst die Dalmatier trugen; jetzt das Oberkleid,welches die Diakonen in der Römischen Kirche über der Albe und Stoletragen. Desgleichen auch ein Stück der kaiserlichen Krönungskleidung,die in Nürnberg verwahrt und in Frankfurt angelegt wird.
v-,1 leßno, (Jtal.) in der Musik: vom Zeichen an. Es wirddadurch an gezeigt, daß man wieder von da an spielen soll, wo daswahmliche Zeichen steht.
Damascener Eisen oder Stahl ist eine ganz besondere, auftürkische Art zubereitete Gattung von Stahl und Elsen, deren Erfin-dung und vollkommenste Zubereitung man der Syrischen Stadt Da-mast uS (einer der-ältesten in der Welt) zuschreibt. Es ist dieserDamastener oder Türkische Stahl überaus fein, ausnehmend hart, unddoch nicht so spröde, daß er springen könnte. Man kann mit dendaraus gefertigten Klingen in Eisen selbst hauen, ohne daß sie Schar-ten bekommen. Diesen Damastener Klingen nun suchte man inDeutschland auf die Spur zu kommen; und der erste, der die Entde-ckung hcrausbrachte, war Peter Simmelpuß in Solingen, im 17.Jahrhundert, wo denn auch jetzt diese Damaftenerklingen aufs voll-kommenste nachgemacht werden.
Damasco, Damaschk, ist eine große Türkische Provinz inSyrien, welche zugleich ganz Palästina in sich begreift. Die Haupt-stadt gleiches Rahmens ist der Sitz des Beglerbegs. Sie liegt am Fu-ße des Libanoos in einer sehr fruchtbaren Gegend und ist von ziem-licher Größe. Die Einwohner sind mehrentheils Türken ; doch wohnenauch daselbst über 20000 Christen. Mit Seide, Wolle, Pflaumen,Rosinen und besonders mit dsmascirten Klingen (s. kurz vorher) wirdstarker Handel getrieben.
Damast, ein geblümter seidner, wollener oder leincrner Zeug.
Dame (Franz.) ein Frauenzimmer von vornehmen Stande, undin der einfachen Zabl besonders ein verheirathetcs. Unter einem Zir-kel von Damen versteht man eine Gesellschaft vornehmer Frauenzim-mer, sie mögen verheirakhet oder ledig seyn. l^arns <ie palais: (Palah)eine Hofdame. In der Französischen Karte ist Dame die Königin oder !das zweite Blatt von oben; im Damcnbrett: ein Doppelstein, d. i. ^zwei auf einander gesetzte Steine. — Damensattel ist ein Luersattelmit einer Lehne, dessen sich die Frauenzimmer sonst bxim Reiten be-dienten.
Damhirsch, eine Wildprctsart, die das Mittel zwischen dem ^Hirsche und Rchwildprct halt und in England sehr häufig, in Deutsch-land aber seltner ist. Das Weibchen heißt die Damaeiß.
Damiate, eine volkreiche Handelsstadt in Niederegypten inAfrika nebst einem Hafen am User des Nils, nicht weit davon, wo erins Meer fällt.
Robert Franz Damiens, geboren >714, wurde schon in seinerJugend wegen seiner Streiche Robert der Teufel genannt. Erlebte als Soldat, Bedienter, Dieb, Vagabund, und war voll vonSchwärmereien und von Sucht, sich auszuzeichnen. Innerliche Unru-hen zerrütteten Frankreich unter Ludwig XI. politische. Lannengi«