Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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schwazer Pfeffer (Piper nigrum) allgemeinbekannt sind. In den Officinen kommt aufserdemnoch der von der Fruchthülle gereinigte Saame,Piper album, vor, der sich durch seine gelblich-weifse Farbe und den minder feurig-scharfen Ge-schmack auszeichnet. Dieses scharfe Aroma ruht ineinem eigenthümlichen VV eichharz; aufser-dem enthält der schwarze Pfeffer ein mildes äthe-risches Oel und einen eigenthümlichenStoff, Piperin; dieses ist in vierseitigen Prismenmit zwei breiteren Flächen und geneigten Endflä-chen von weifser Farbe krystallisirbar, ohne Ge-schmack, im kalten Wasser unlöfslich, sehr we-nig in kaltem Weingeist, leicht aber in Essigsäurelöslich; da es ohne alkalische Reaction ist, so stehtes dem cristallinischen Fettstoff (Cetine) näher alsden Pflanzenalkaloiden. (S. Pfaff. Mat. med. Suppl.IL p. 188).

In dem weifsen Pfeffer konnte Herr Lucaedieses Piperin nicht entdecken. (S. Alman. f. Schei-dek. 1822. p. 81.)

Anm. Piper trioicum Roxb., dessen Früchteebenfalls als Pfeffer benutzt werden, soll sichhauptsächlich durch die blaugrüne Farbe derBlätter unterscheiden. Was sich unter dem Na-men P. nigrum in den Gärten findet, ist ge-

wöhnlich P. spurium Link, der sich durchdie herzförmigen Blätter unterscheidet.

Wir haben bei dieser Darstellung ein Ex-emplar des Willdenow'schen Herbariumsbenutzt, welches uns von Herrn Professor Link

gütigst mitgetheilt wurde.

(N. v. E.)

Abbildungen.Rheede Hort. Mal. VU. tab. 12.

Erklärung der Tafel.

i. Ein blühender Zweig der männlichen Pflanze.

2. Ein Stückchen der Blülhenähre, stark vergröfsert.

3. Ein Staubgefäfs.

4. Eine Aehre mit unreifen Früchten, in natürli-

cher Gröfse.

5. Eine Beere, vergröfsert mit den Narben.

6. Der schwarze Pfeffer, wie er im Handel vor-kommt.

7. Ein weifses Pfefferkorn (der Saamen).

8. Dasselbe im Durchschnitt, mit der Höhle imInnern und der Stelle am Rand, wo der Em-bryo liegt.

9. Dieselbe Figur vergröfsert.