Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Namen der Cubeben (Cubebae, Piper cau-datum) bekannt gewesen; sie waren später fastganz aufser Gebrauch gekommen, bis sie in derneuesten Zeit wieder von Frankreich aus empfohlenwurden. Es sind runde Körner von der Gröfsekleiner Erbsen, mit dem ansitzenden dünnen dreibis vier Linien längen Blüthenstielchen; sie sindnetzförmig - runzlig, grau oder gelblich - braun undenthalten einen unausgebildeten braunen öligen Saa-menkern. Der Geschmack der Schale sowobl alsdes Saamenkerns ist bitterlich und pfefferartig - ge-würzhaft. Die Cubeben enthalten nach Vauquelin:

Ein flüchtiges dickliches Oel.

Ein dem Capaivbalsam ähnliches Harz.

Eine geringe Menge eines andern gefärbten Harzes.

Eine gummiartige Materie.

Einen dem Extractivstoff der Hülsenfrüchte ähn-lichen Stoff und einige Salze. (S. Journ. derPharm. Jul. 1820.)

Merkwürdig ist die Aehnlichkeit des Harzes mitdem Capaivbalsam und dafs die Cubeben in ähn-

lichen Fällen wie dieser mit Erfolg angewendetwurden.

Anm, Wir haben bei dieser Beschreibung undAbbildung die gütigst mitgetheilten Exemplaredes Willdenow'schen und Vahl'schen Her-bars benutzt.

(N. v. E.) '

Erklärung der Tafel.

1. Eine junge Pflanze.

2. Ein Zweig mit unreifen Früchten.

3. Ein männliches Kätzchen.

4. Ein weibliches, beide in natürlicher Gröfse.

5. Dasselbe vergröfsert.

6. Zwei Fruchtknoten mit den Narben und denanliegenden Schuppen.

7. Eine dieser Schuppen.

8. Ein Fruchtknoten ohne die Schuppe.

9. Ein fehlgeschlagener Fruchtknoten.

10. Die Früchte, wie sie im Handel vorkommen.ii. Eine derselben im Durchschnitt.

§01