Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Piper Cubeba Lin.

(Der Cubebenpfeffer. Der geschwänzte Pfeffer.)

Piper Cubeba.

C h

a r.

S p e

P. foliis oblique ovatis seu oblongis venosisacutis, spica solitaria pcdunculata opposi-tifolia, fructibus pedicellatis, (floribus dioi-cis. Lam.) ......

P. foliis enerviis, inferioribus cordatis superio-ribus oblongo-ovatis acuminatis basi obli-quis, baccis pedicellatis. ....

Lin. Suppl. p. go. Syst. Veg. ed. Fers. p. yS,Pers. Syn. plant. I. p. 3i.

Vahl Enum. plant, p. 332.

Willd. Spec. plant. I. p.

Rom. et Schult. Syst. Veget.

Carey et Wall ich Flor. Ind. p. 1O1.

Dierb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 18.

Rieh. Bot. med. p. 52.

Guib. Hisl. des drog. II. p. i4<J.

Virey Hist. nat. des med. p. 312.

Eberm. Allgem. Encycl. V. p. 661).

Benennungen.

Holl. Koebeben, Staartpeper.

D ä n. Kubeber.

Schwed. Kobeber.

Engl, Cubebs.

Franz. Cubebes, Poivre a queue.

Ital. Cubebi.

Span. Cubebas, Pimienta a cola.

Der Cubebenpfeffer ist auf der Insel Java undMauritius, Prinz- Walisinsel, auf Isle deFrance, und in Guinea einheimisch.

Der Stengel ist strauchartig, rundlich geglie-dert und steigt kletternd (scandens) an Baumstämmeauf; mit der Lupe betrachtet, zeigen sich einzeln-stehende Haare, die auf den Blattstielen einen deut-lichen Filz bilden.

Die Blätter sind alle gestielt, aber von sehrverschiedener Gestalt; an dem unteren Theil desStengels sind sie vollkommen herzförmig spitz, an

dem oberen Theile eiförmig - länglich, spitz, mitganzer aber ungleicher Basis, sie sind auf beiden Sei-ten glatt, am Rande ganz, unten blafsgrün und aderig(venosa) ohne deutliche Seitenrippen (enervia), einenbis drei Zoll lang und acht bis zwölf Linien breit.Die Länge der Blattstiele wechselt von vier bisaebt Linien.

Die Blüthen stehen in Kätzchen (amenta) inden Winkeln der Blätter und sind getrenntenGeschlechts. Die männlichen Kätzchen sindsehr kurz gestielt, schlank, ungefähr anderthalb Zolllang und ohne deutliche Schuppen. Die weibli-chen sind etwas länger gestielt, so dafs der Blü-thenstiel dem Blattstiel fast gleich kommt; sie sindmit eiförmigen Fruchtknoten bedeckt, die zwi-schen kurzen abgestutzten Schüppchen stehen undmit drei stumpfen sitzenden blafs - filzigen Narbengekrönt sind. Diese Fruchtknoten sind an densel-ben Kätzchen zum Theil schon auf einem drei bisvier Linien langen Stielchen hervorgetreten, zumTheil sitzen sie noch zwischen den Schüppchen.

Die unreifen Früchte sind als Gewürz, undals Arzneimittel von sehr langer Zeit her unter dem

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