gestielten, dunkelgrünen, keulenförmigen Pollen-mafsen bergen; die blafs-gelben Stielchen (cau-diculae) laufen mit ihren drüsigen verdickten Enden(Yetinacula) in einer gemeinschaftlichen Grube (bur-sicula) zusammen, welche an der vorspringendenSpitze des Säulchens liegt. Unter dieser Spitze liegtdie glänzende Narbe, von einer rothen Linie be-grenzt. Die Lippe ist grofs, dreylappig, die Sei-tenlappen gekerbt, der mittlere Lappen etwas län-ger, ausgerandet. Der Schlund des Sporns ist weifsmit rothen Punkten. Der Sporn ist stumpf, etwaslänger als der Fruchtknoten.
Diese Pflanze blüht im May und variirt mitschmäleren längern Blättern, so wie mit weifsenBlüthen. — Die jüngeren Knollen dieser Pflanzeund einiger verwandten Orchideen sind das unterdem Namen Salepwurzel (Rad. Salep) bekannteArzneymittel. Wir erhalten dieses gewöhnlich ausder Türkey und Kleinasienr, doch können auch un-sere deutschen Orchideen hiezu benutzt werden.
(N. v. E.)
Abbildungen. \
Blackw. tab. 53.Hall. Helv. tab. 33.Oed. Flor. dan. tab. 457»Englisch. Bot. 2069.
Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Pflanze.
2. Eine Blume von der Seite gesehen.
3. Dieselbe von vorn gesehen.
4» Das Säulchen mit den, aus den Fächern hervor-getretenen, Pollenmafsen, vergröfsert.
5. Die Lippe.
6. Eine Pollenmafse mit dem Stielchen und derDrüse (retinaculum), stark vergröfsert.
7. Ein Körnchen der Pollenmafse (massula pollinis),
sehr stark vergrössert.
1