fünfzahnig und bleibend. Die Zähne sind kurz,pfriemenförmig und borstig.
Die Krone ist einblättrig, etwas länger als derKelch, aufrecht, röhrig, viertheilig und fast gleich-förmig. Der obere Lappen ist breiter und ausge-schnitten. Die Staubfäden sind kürzer, zuwei-len auch länger als die Krone; die Staubbeutel ey-förmig und purpurröthlich; der Griffel länger alsdie Blumenkrone ; die Narben von einander' abwei-chend und im Grunde des Kelcbs vier kleine Saa-men enthaltend.
Diese Pflanze, welche im Junius und Augnst blüht,wird bey uns häufig und mit Vortheil in Gärtengezogen, kommt auch besonders in einem lockern,etwas sandigen, gut gedüngten Boden recht gutfort; friert aber bey kalten Wintern öfters aus, wes-wegen sie im Herbste mit Pferdedünger, Stroh oderBlumenlaub bedeckt werden mufs.
Das Kraut (Herba mentha? piperitae s. piperiti-des) ist offizineil und wird vor und während derBlüthe gesammelt. Es besitzt einen starken, durch-dringend balsamischen Geruch und einen gewürz-haften, kampferartigen, feurigen, hinterher ange-nehm kühlenden Geschmack. Das durch Destil-lation gewonnene ätherische Oel (Oleum herba?menthse piperitae) hat einen mit dem Kraute gleich-artigen, aber vielfach stärkern Geruch und Ge-schmack»
Anmerk.Da diese Pflanze am häufisten mit der grünenMünze (mentha viridis L.) verwechselt wird, so ist
deswegen eine Abbildung der letztern beygefügtworden.
Es findet leicht eine Verwechselung der PfefTer-münze mit der wilden Münze (Mentha silvestris L.)statt, derer Blätter aber stiellos, dicker, weifslich-hellgrün, oben runzlicht und unten filzig sind. Auchdie Blätter der Wassermünze (mentha aquatica L.)und der Balsammimze (mentha gentilis L.) werdenoft anstatt des Pfeffermünzkrautes eingesammelt. Er-stere sind vollkommen eyrund, weich behaart undmilder von Geruch und Geschmack; die andern sindmit feinen Haaren besetzt, eyförmig, oben und un-ten zugespitzt und sitzen ohne Stiele gegen einan-der über.
Abbildungen.
Woodville med. bot. tab. 1G9.
Ray synops. t. 10. f. 2.
Blackwell herb. t. 291.
Zorn ic. pl. t. 56.
Plenk icon. plant, med. t. /|G8.
Handb. der pharm, bot. hl. LH. f. 2üG.
Flor, du dict des scienc. med. livr. 61. pl. 2 34.
Erklärung der Platte.
Taf. No.
1. Ein blühender Stengel.
2. Eine geöffnete Blumenkrone mit den Staubgefa-
fsen (vergröfscrt).
3. Der Stempel (vergröfsert).
4. Kelch mit dem Griffel (vergröfsert).