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3 (1935) Das Viaticum narrationum des Henmannus Bononiensis : mit literargeschichtl. Anm.
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III. Das Viaticum narrationum des Henmannus Bononiensis. 5

XVI. Unwürdiger Priester bekehrt sich, als er die Vision einesfrommen Messedieners vernimmt, wie bei der Kommuniondas Christuskind sich sträubt, in seinen Mund einzutreten,später aber, da er Reue erweckt, freudig mit geschlossenenHänden und Füßen sich empfangen läßt.

XVII. Träger Mönch entzieht sich der gemeinschaftlichen Kom-munion. Eine Kröte kriecht in seinen Schlund, und einefromme Frau befreit ihn von dieser Plage durch ein auf-gestelltes Gefäß nebst decoctio (Aufguß). Reumütig kehrter in sein Kloster zurück.XVIII. Zwei Predigtmönche müssen feststellen, daß eine laster-hafte Frau bei der Beichte, während deren Kröten ihremMunde entschlüpfen, Blutschande verschwiegen hat. Sieerwirken eine Vision der bald Verschiedenen: sie reitetauf einem Drachen, gepeinigt von Eidechsen auf demKopfe, zwei Hunden, die ihre Arme zerfleischen, zweiFeuerpfeilen, die ihre Ohren durchbohren, und zweiSchlangen, die an ihren Brüsten saugen.

XIX. Ungastlicher und neidischer Abt wird durch einen Kloster-schüler beschämt, der die Vertreibung eines fremden undberühmten Predigtmönchs durch falsche Botschaften andiesen zu hintertreiben weiß.XX. Drei Gefährten ergehen sich in Verleumdungen neben derBahre eines toten Mönchs, anstatt für ihn zu beten:dieser, zum Leben zurückgerufen, hält ihnen ihr Treibenvor, das ihm an Gottes Richterstuhl geschadet habe, undsinkt in seinen Todesschlaf zurück.

XXI. Jude entdeckt den Verkehr seiner Tochter mit einemKanoniker, dem Neffen des Bischofs. Da der SchuldigeReue erweckt, verlieren die in der Kirche zusammenge-rotteten Juden, statt vor dem Bischof anzuklagen, dieSprache.XXII. Marienmirakel: Inzest zwischen Mutter und Sohn in Rom,sie tötet das Kind. Teufel als ihr Ankläger in Gestalteines Klerikers verstummt infolge ihrer Reue vor PapstLucius, da Maria ihr beisteht.

XXIII. Aristotiles und Phyllis.

XXIV. Ehemalige Nonne Agnes wird vom Vater vergewaltigtund ertränkt ihr Kind auf Betreiben des Teufels. Mariahilft der Bußfertigen, die bei einer Jüdin Sara als Kind-wärterin Stellung findet und ihre Herrin bekehrt. Voneiner Romfahrt heimgekehrt, erhält sie vom rasenden Juden