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Stifmoor.Styfmorsfioler.Troitschnaja trawa,Wdowki potroyngkwiat.Csaszar - Szakally.
Diese einjährige Pflanze wächst durchganz Europa und überall in Deutschland auf son-nigen Plätzen, sandigen Aeckern und in Gärten.
Die Stengel derselben sind dreykanrig, ästig,weitschweifig und liegend.
Die Blätter sind abwechselnd, herunterlau-fend, gestielt, länglich, gesägt, und von gelblich-grüner Farbe; die Afterblättchen gegenüberstehendund halb gefiedert.
Die Blumen sind oft zwey-auch dreyfarbig,die gemeinsten sind gelb-und weifs; etwas seltnersind die blalsblauen und gelben; die ganz purpur-blauen, die purpurblauen und gelben, und die wirk-lich dreyfarbigen sind nur in Gärten anzutreffen,wo sie wegen ihrer Gröfse und angenehmen Far-ben sehr bald in die Augen fallen, da hingegendie auf den Aeckern wildwachsenden meistens kaumhalb fo grofse Blumen hervorbringen. Sie steheneinzeln auf langen Stielen in den Blattwinkeln. Diezwey, meistentheils abwechselnde Deckblättchen,sind klein und gefärbt.
Der Kelch ist glatt, fünfblättrig und blei-bend; die Kelchblättchen eyförmig - länglich, untenstumpf, oben spitzig, und über dem Grunde an derBlumenkrone befestigt, welche fünfblättrig, un-regelmäfsig und noch einmal so grofs ist als derKelch. Das obere Blumenblatt ist eingeschnittenund endigt sich in ein Nectarium, dessen Hörnzwischen den Kelchblättern hervorragt. Die zweyuntern sind aufwärts gebogen und gröfser als bey-de Seitenblätter. Die fünf Staubfäden tragenzusammenhängende Staubbeutel. Der Frucht-knoten sitzt oben, ist rundlich, die Narbe schief.Die Frucht ist eine oberhalb befindliche, eyför-mige, dreyseitige, stumpfe, einfächerige, dreylappigeKapsel, welche viele Saamen enthält.
Die Bl'üthezeit dieser Pflanze ist März bisMay und den ganzen Sommer hindurch; die derFruchtreife Junius und October. ,
Das Kraut derselben (herba juceae s. violaetricoloris s. trinitatis) ist offizinell, ehedem waren esauch die Blüthen und die Wurzel.
Man sammelt die ganze Pflanze (Viola tricolorL.) zuweilen selbst mit der Wurzel ein. Das Krauthat einen bitterlichen, klebrigen, etwas schärflichenGeschmack und gerieben einen pfirsichkernähnli-chen Geruch. Es wird mit dem Kraute der Acker-viole (Viola arvensis L.) verwechselt, welche ge-wöhnlich mehr aufrechte, bisweilen aber ebenfallssich streckende, ausgebreitete Stengel hat. Die obernBlätter sind länglich - eyrund, gezahnt, die unterndagegen ziemlich herzförmig, oft so breit als langund fast rundlich; sie laufen wie die ähnlich ge-stalteten Afterblätter am Stiele herunter. Die umdie Hälfte kleinern Blumen sind zweyfarbig, schwe-felgelb und weifs, seltener zugleich blau.
Abbildungen.
Lobel icon. 611.Blackwell herb. t. 44«Gärtner t. 2. p. 139. t. 122. f, 1Wein mann n. 5g5. a-g.Zorn icon. pl. t. 61.Oeder fl. dan. t. Ö23.Renealm. spec. i44- *• *4°'Sturm Deutschi. fl. icon. I. 11.Riv. introd. t. 120.Plenk icon. plant, med. t. 641.
Erklärung der Platte.
Taf. No.
4
1. Die ganze Pflanze, wie sie im wilden Zustande
vorkommt.
2, Eine durch die Kultur als Zierpflanze enstan-
dene Abart.3» Die fünf ungleichen einzelnen Blumenblätter.4- Der stehenbleibende Kelch mit der Fruchtkapsel.