Thymus vulgaris Lin.
(Der gemeine Thymian.)
Ghar. Spec.Thymus vulgaris Lin.
Th. erectus, foliis ovatis margine reflexis, floribusverticillato-spicatis......
Lin. Mat. med. ed. I. p. 99.
— Hort, Cliff. p. 3o2.
— Syst. Veget. ed. Pers. p. 579.Willd. Spec. plant. III. p. i3g.Pers. Syn. plant. 11. p. i3o.Decand. Fl. Franc, n. 2592.
B. parviflorus, floribus minoribus anandris — Th. capitulis minoribus Tournef.
Tb. vulgaris ........Dierb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 256.
Eberm. Allg. Encycl. V. p. 536.Guib. Hist. des drog. simpl. II. p. 67.Virey Hist. nat. des med. p. 176.
Benennungen.
Holl.
Gemeene tbym.
Dan.
Timian.
Engl.
The garden thyme.
Franz.
Le ihym commun.
ltal.
Timo.
Span.
Tamillo.
Port.
Tamil ho.
R u s s.
Timiane.
Poln.
Tym.
Ungar.
Balsam - fu.
Der gemeine Thymian ist auf trockenen Hü-geln des südlichen Europas einheimisch undwird bei uns häufig in den Gärten cultivirt.
Der Stengel ist von Grund an sehr ästig, sodafs er einen kleinen dichten buschigen Strauch bil-det; er ist gröfstentheils holzig, mit einer grauenbestäubten Rinde bekleidet, und nur die jüngerenAeste sind krautartig, röthlich oder grünlich, undmit sehr kurzen, dem blofsen Auge kaum sichtba-ren Haaren bekleidet.
Die gegenständigen Blätter sind sehr kurzgestielt; klein, ungefähr zwei bis drei Linien langund halb so breit, glatt, eiförmig, stumpf, mit gan-
zem nach unten gebogenem Rande; die obere Seiteist graulich - grün, punctirt, die untere weifslich,mit kleinen Drüsen besetzt.
Die Blüthen sind quirlförmig, an der Spitzeder Aeste zusammengedrängt. Die blafs röthlichenBlüthenstielchen sind von der Länge des Kelchsoder etwas kürzer, sehr schwach-behaart.
Der Kelch ist glockenförmig, die aufsteigendeOberlippe ist in drei breitere spitze Zähne gespal-ten, die Zähne der Unterlippe sind etwas kürzer,schmal, pfriemenfönnig; stärker gewimpert.
Die blafs röthliche Blumenkrone ragt nurwenig über den Kelch hervor; ihre Oberlippe istin zwei stumpfe kurze Abschnitte gespalten, diesich gleich nach dem Oeffhen zurüchschlagen, diedrei Lappen der Unterlippe Sind fast von gleicherGröfse, eiförmig stumpf.
Die vier Staubbeutel sind oval, blafs gelb,am Schlünde der Blumenkrone in fast gleicher Höheauf sehr kurzen glatten Trägern befestigt.
Der Griffel ragt weit über die Blumenkrone,hervor und ist an der Spitze in zwei violette Nar-ben getheilt.
Die ganze Pflanze besitzt einen starken ange-nehm-aromatischen Geruch; der Geschmack ist bit-terlich, etwas kampferartig. Man sammelt für den
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