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aber in Folge dessen, daß sich sein Freund Barreto Fcio (s.d.) wegen der Personen, in derenHänden damals die Regierung war, gegen dieselbe aussprach, verhaftet. Einige Monatenachher ging er mit Bewilligung der Negierung nach Paris, wo er Naturwissenschaftenstudirte. JmJ. 1823 kehrte ernach Portugal zurück, wo er, alsbald daraufdie Gegenrevolutionausbrach, die Constitution vcrtheidigtc. Nach dem Siege des Absolutismus erhielt er dieErlaubniß, seine Studien außerhalb des Landes fortsctzen zu dürfen, und ging erst nachFrankreich, dann nach England. Nachdem Dom Pedro die constitutionellc Charte dem Landegegeben hatte, kehrte er nach Portugal zurück und wurde Jngenieur-Capitain. Mit Sal-danha, dem damaligen Kriegsminister, zog er gegen die Empörer nach Algarve, und imGeneralstabe des Grafen Villaflor, nachherigen Herzogs von Terccira, gegen die in Alemtejo.
' JmJ. 1827 zum Major ernannt, ging er 1828 nach Rio Janeiro, wo er dem Kaiser dieNothwendigkcit vorstellte, kräftigere Maßregeln zu Gunsten der Rechte seiner Tochter zutreffen. Als er sodann von England aus sich nach der constitutionellen Insel Terccira begebenwollte, wurde nahebei derselben das Kauffahrteischiff, auf welch einer sich nebst seinem BruderJose deS. befand, von einemMiguelistischen Kriegsschiffe genommen; er entkam indeß dochnoch unter vielen Gefährlichkeiten nach England, von wo aus er nun auch glücklich nach Tcr-ceira gelangte. Von Dom Pedro zu seinem Feldadjutanten ernannt, erhielt er bei der Lan-dung der Expedition an der Küste Portugals den gefährlichen Auftrag, als Parlamentair denOberst Cardoso, den Befehlshaber der feindlichen Strcitkräfte, aufzufodern, die Partei der Kö-nigin zu ergreifen. Er riech dem Kaiser zu den kräftigsten Maßregeln bei der Vertheidigung vonOporto, und wurde, als die Gefahr am größten war, Gouverneur von Oporto, obgleich er erstMajor war. Bei demAngriffcdcrMiguelistenauf dicBefestigung derSerra auf derSüdseitedes Douro erhielt er einen Schuß in den rechten Arm, der abgenommen werden mußte. Hieraufwurde er im Nov. 1832 als Narincminister und gleichzeitig zum Baron da Bandeira er-nannt. Doch schon im Mai 1833 erfolgte seine Entlassung als Minister. Nachdem er an«
5. Sept. 1833 die Linien von Lissabon gegen die Miguelisicn hatte verthcidigen helfen, wurdeer Gouverneur von Penichc und im Febr. 1833 Gouverneur von Algarve. Nach been-digtem Kriege von Dom Pedro zum Pair des Reichs ernannt, erhielt er 1836 den Auftrag,den Bräutigam der Königin, den Prinzen Dom Augasto, nach Portugal zu geleiten. ImNov. 1833 wurde er abermals zum Mariueminister ernannt, im Apr. 1836 aber wieder ent-lassen. An der Septcmberrcvolution von 1836 wollte er keinen Anthcil nehmen; doch vonder Königin aufgefodert, ein Ministerium anzunehmen, ließ er sich endlich dazu bereit finden.An den folgenden Ereignissen, den Uneinigkeiten zwischen Cartistcn und Constitutionellen,nahm er fortwährend einen mehr oder minder activcn Theil, bis er sich bei der Jnsurrectionim I. 18-16 offen an die Spitze derselben stellte und in Oporto festen Fuß faßte, worauf ervon der Regierung seiner Würden und Titel für verlustig erklärt wurde.
Sa de Miranda (Francisco de), in der span, und portug. Literatur als Dichter be- .rühmt, stammte aus altadeligem Geschlecht und wurde 139,3 zu Cvimbra geboren. Auf derUniversität seiner Vaterstadt vollendete er seine wissenschaftliche Bildung, und widmete sichneben den damals neu aufblühenden humanistischen Studien, wozu ihn seine Anlagen undNeigungen zogen, der Rechtsgclehrsamkcit, um dem Wunsche seines Vaters nachzukommen.Er wurde Doctor der Rechte und begleitete auch einige Zeit lang eine juridische Lehrstelle;aber nach seines Vaters Tode gab er diese unfreiwillige Beschäftigung auf und ging ausReisen.Er durchreiste Spanien und Italien und machte sich mit der Sprache und Literatur beiderLänder genau bekannt. Nach seiner Zurückkunft nahm er eine Stelle am Hofe Johann's III.an; doch Verdrießlichkeiten mit dem König veranlaßten ihn, das Hofleben auf immer mitdem Landleben zu vertauschen. Er starb aus seiner Besitzung bei Ponte de Lima 1558.S. ist einer der Koryphäen der Dichtcrschule von Coimbra, die durch Nachahmung altclas.sischer und ital. Muster die heimische Dichtkunst zu heben suchte; doch ist er, besonders inseinen Eklogen, wovon sechs in span., nur zwei in portug. Sprache abgefaßt sind, und in seinenvolksmäßigcn 6Lntigss ganz national geblieben; er hat die poetische Epistel unter dem be-scheidenen Namen 6arts in die portug. Dichtkunst eingeführt und kann auch als einer derVäter des portug. Dramas angesehen werden, wiewol seine beiden in Prosa geschriebenenLustspiele „Die Fremden" und „Die beiden VilhalpandoS" noch ganz nach dem classisch-ital,