Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

und Mertens, stimmen in ihren gütigen Mitthei-luugen darin mit mir überein, dafs auch ihnen eineäufsere Frucht bei dieser Alge noch nicht vorge-kommen sey. Man wird leicht durch abgebrocheneAeste oder noch mehr durch eine kleine kugeligeCoralle, die einer Sphaeroccus-Frucht äufserst ähn-lich ist, getäuscht.

Was in den Offizinen unter dem Namen Hel-mintochortos, (Muscus corsicanus, Coral-lina rubra) vorkommt, ist keineswegs diese Algeallein, sondern ein Gemeng mehrerer Algen aus ver-schiedenen Gattungen mit Corallen und Sand ge-mischt, in dem die hier beschriebene Alge nur dengröfsten Theil ausmacht. Wir wollen hier folgendeSeegewächse nennen, die gewöhnlich darunter vor-kommmen: Conferva prolifera et C. cate-nataAg., Sphacellaria scoparia Ag., Clado-stephus myriophyllum Ag., Cl. clavaefor-mis Ag., Ceramium diaphanum Ag., Hut-chinsia coccinea Ag., H. fruticulosa Ag.,Sphaerococcus acicularis Ag., Sph. gigar-tinus Ag., Rhodomela subfusca Ag., Rh.pinastroides Ag., Chondria obtusa Ag.,Ch. articulata Ag., Rytiphlaea complanataAg,, Cystoseira sedoides Ag., C. ericoidesAg., C. granulata Ag., C. barbata, Zona-ria pavonia Ag., Z. squamaria Ag., Z. fas-ciola Ag.; ausserdem Corallina officinalisund C. rubens, nebst den Blättern der Zosteramarin«.

Die wurmlreibenden Kräfte können also keines-wegs der oben beschriebenen Alge allein zugeschrie-ben werden. Das Helmintochortou enthält vielSchleim und mehrere Salze, als salzsaures Kali undNatrum, schwefelsaures Natrum und nach den neue-sten Untersuchungen auch Jodine als jodinwasser-stoffsaures Natrum, den characterischen Bestandteilder meisten Seegewächse.

(N. v. E.)

Abbildungen.

Turner Hist. tab. 233.

Journ. de Physique L c. tab. I. fig. 1 - 10.

Erklärung der Tafel.

i. 2. 3. Die Alge in natürlicher Gröfse, von ver-schiedener Färbung.

4. Ein einzelner Ast derselben.

5. Eine gegliederte Spitze, vergröfsert.

t>. Ein Stückchen, sehr stark vergröfsert, um deninneren körnigen Gehalt zu zeigen.

7. Die äufsere zellige Membran bei sehr starker

Vergröfserung.

8. Eine seitlich ansitzende kleine steinige Coralle,

die man leicht für die Frucht der Alge haltenkönnte, vergröfsert.

9. Dieselbe zerbrochen und stärker vergröfsert, umdie Poren zu zeigen.