Rumex alpinus Lin.
(Der Alpenampfer.)
(Mit zwei Tafeln.)
C h a r.
R. alpinus,
R. floribus hermaphroditis sterilibus foemineisque,valvulis integerrimis nudis, foliis cordatis ob-
tusis rugosis.
p e c.
Lin. Mat. med. (ed. II.) p. 99,
— Syst. veget. ed. Pers. p. 37i.Willd. Spec. plant. II. p. 259.Pers. Syn. plant. I. p. 393.Hoffm. Fl. germ. I. p. 173.Dierb. Handb. der med. pharm. Bot. p. i36.Eberm. Allg. Encycl. V. p. 292.
Holl.
S c h w.
Engl.
Franz.
Span.
Port.
Benennungen.
Alpische patich, Monnikenrhabarber.
Munkrhabarber.
The alpine dock.
Rhubarbe des Alpes.
Ruibarbo bastardo.
Ruibarbo dos monges.
Der Alpenampfer ist auf den Alpen derSchweiz und den übrigen höheren Gebir-gen des südlicheren Europas, besonders inder Nähe der Wohnungen, einheimisch.
Die Wurzel ist eine percnnirende starke flei-schige Zweigwurzel, die mehrere Blätterbüschel undStengel treibt; aufsen ist sie braun und in der Näheder Triebe dicht mit starken Fasern bekleidet; imInneren ist sie schön gelb mit hellerem Holzring inder Peripherie, in dessen Nähe die gelbe Farbe inorangeroth übergeht.
Aus ihr kommen zwischen braunen häutigenzerrissenen Scheiden viele grofse Wurzelblätterauf acht bis zehn Zoll langen aufrechten, mit er-habenen Streifen und Furchen bezeichneten, röth-lichen Blattstielen hervor; das Blatt selbst hat un-gefähr die Länge des Stiels, ist herzförmig stumpf,abgerundet, am Rande ganz und wellenförmig, obenglatt, unten an den stark hervortretenden Nej-ven
kurz behaart. Die Stengelblatter sind ebenfalls ge-stielt, und nehmen nach oben verhältnifsmäfsig anGröfse ab.
Der Stengel ist aufrecht rund, gefurcht, un-gefähr drei Fufs hoch und mit langen anliegendenbraunen häutigen Nebenscheiden (ochreae) be-kleidet. An der Spitze desselben bilden die zahl-reichen Blüthenäste einen grofsen und dichten Slraufs,aus vielbliithigen genäherten Blüthenquirlen gebildet.Die Blüthen selbst sind ganz getrennten Ge-schlechts (dioici) oder einhäusig (monoici), indemsich an den Spitzen der weiblichen Pflanze männ-liche Blüthen zeigen.
Die Blüthenstiele sind abwärts gebogen,fast hängend, glatt, drei bis sechs Linien lang.
Die Blüthenhülle (calyx) ist aus den dreikürzeren linienförmigen stumpfen und den drei in-neren gröfseren eirundlichen stumpfen und ganzran-digen Blättchen gebildet. Eine unbedeutende Ver-dikung der Mittelrippe kann kaum für ein »gra-nulum» angenommen werden.
Die Staubgefäfse sind von der Länge derBlüthenhülle, die Staubfäden sind sehr kurz undweifs, die Staubbeutel blafs gelb und nur ein Drit-theil länger als die Träger.
Der dreiseitige blafs-fleischfarbige Fruchtkno-ten ist mit drei kurzen Griffeln und eben so vielgrofsen weifsen pinselförmigen Narben gekrönnt.
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