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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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R h e u 111 compactum. L.

(Der dichte Rhabarber.)

Linne Clas. IX. Enneandria. Ord. 2, Trigynia.Jussieu. Clas. VI. Ord. V. Famil. Polygon.

C h a r. Gen.

Piheunx

CaL Null us.

Cor. Monopetala, basi angustata, impervia, limbo sexfida: laciniis dbtusis: alternis mi-

noribus, marcescens.St am. Filamenta novem > capillaria, corolla inserta, ejusdemque longitudine. Anthera?

didymae, oblongae, obtusse.Pist. Germen breve, triquetrum. Styli vix ulli. Stigmata tria, reflexa, plumosa.Per. Nullum.Sem, Unicum, magnum, triquetrum, acutum, marginibus membranaceis.

Linne gen. pl. edit. Schreber. n. 692.Jussieu gen. pl. pag. 82.

C h a r. S p e c.

Rheum compactum.

R. foliis sublobatis obtusissimis lucidis argute denticu-

latis, glaberrimis..... Linn. spec. pl. p. i3i.

Houttuyn linn. pfl. syst. 6. p. 4j5.R. foliis cordatis glabris marginibus sinuatis, spicis di- Miller dict. n. 1. t. 218-

visis nutantibits

Benennungen:

Griech. j>S et pte*. Die Sylben barbarum undponticum zeigen die Fremde und Heimatder Arten an.

Deutscb. Der dicbte Rhabarber.

Franz. La rhubarbe compacte.

ltal. Rabarbaro. Rapontico.

Span. Ruibaibo. Rapontico.

Port. Ruiponto. Ruibarbo,

Engl. The Rhubarb. Rhapontic.

Holl. Rhabarber.

D ä n. Rabarber.

S c h av e d. R abarber.

Russ. Rhewen.

In Bestimmung der eigentlichen Mutterpflanzeder offizinellenRhabarb er würze! herrscht nochmancher Zweifel; jedoch ist es wahrscheinlich, daisdiese Wurzel nicht von einer Species allein, sondernvon mehrern zu der Gattung Rheum gehörigen Ar-ten, nämlich: von der handförmigen Rhabarber,(Rheum palmatum) von welcher Art, worüber zwarauch die Schriftsteller noch nicht einig sind, dieächte, beste, wahre oftizinelle Wurzel herstammensoll; ferner von der wellenblättrigen Rhabarber,(Rheum undulatum) von der Blutflecken rha-barber, (Rheum cruentum Pallas) und von derhier abgebildeten dichten Rhabarber (Rheumcompactum) herkomme.

Das Vaterland der letztem ist Chiua und dieTartarey.

Aiton. hört. kew. edit. 2. II. 9G.

Will d. spec. pl. II. p. \S[).

Pers. syn. pl. I. p. §ji.

Dumont Cours. bot eult. 2. edit. II. p. 442.

Dietrich Gart. Lexic. VIII. 120.

Craumüller Handb. d. pharm, med. bot. II. 2Ü7.

Dierbach Handb. d. med. pharm, bot. i'hj.

Der Stengel derselben ist vier bis fünf Fuf*hoch, glatt und gefurcht.

Die etwas gelappten, mit knorpelartigem Ran-de umgebenen Blätter sind sehr stumpf, glänzend,sehr glatt, fest, dicht oder lederartig, scharf undfein gezahnt, hellgrün von Farbe und mit gefurch-ten Blattstielen versehen.

Die kleinen, weifsen Blumen stehen am Endedes Stengels in mehr oder weniger langen Trau-ben.

Der Kelch fehlt. Die Krone ist einblättrig,am Grunde verengt, undurchbohrt, in sechs stump-fe, abwechselnd kleinere Lappen getheilt, und bil-det später die Saamenhäute. Die neun haarförmi-gen Staubfäden sind in der Blumenkrone eingefügt,von der Länge derselben, und tragen zweykuöpfige,längliche, stumpfe Staubbeutel. Der obereFruchtknoten ist kurz und dreyeckig. Grif-fel fast fehlend und die drey Narben sind zurück-gebogen und federartig.

Der Saame ist grofs, dreyeckig, spitzig, mithäutigem Rande versehen, und von schwarz- brau-ner Farbe. Diese ausdauernde Pflanze, welcheauch in Deutschland hin und wieder angebaut wor-den, und in Gärten gezogen wird, blüht im Mai.Die Wurzel derselben erreicht eine verschiedeneGröfse, und geht mehr oder weniger tief in denBoden.

Die in unsern Offizinen in gröfsern und klei-nern , cylindrischen oder länglichen, bald glatten,oft ausgehöhlten oder gewöhnlich mit einem Loche

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