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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Geoffraea surinamensis Bondt.

(Der Surinamische Wurmrindenbaum»)

G h a r. S p e c.

G. inermis, foliolis ovalibus obtusis seu retusis,carina dipetala. ......

G. inermis, foliolis oblongis obtusis emarginatis.

Bon dt. Diss. de Geoffr. p. i3. c. icone.

Willd. Spec. plant. III. p. n3o.

Pers. Syn. plant. II. p. 278.

Dierb. Handb. der med. pbarm. Bot. p. 295.

Rieh. Bot. med. p. 572.

Eberm. Allgem. Encycl. V. p. 370.

Das Vaterland dieses Baumes ist Surinam,wo er die höher liegenden Wälder und einen san-digen Boden liebt.

Der Stamm wird mehrere Klafter hoch, ei-nige Spannen dick, und ist mit einer glatten Rindebekleidet. Seine Aeste sind zahlreich, lang und ab-stehend; das Holz ist fest gelblich-braun. Verwun-det ergiefst sich aus ihm ein harziger rother Saft.

Die gegenständigen abstehenden Blätter sindungleich, vierpaarig - gefiedert; die allgemeinenBlattstiele sind rund, glatt, holzig und auf derobern Seite etwas ausgehöhlt; die besonderen Blatt-stiele (Petioli partiales) sind dünn und sehr kurz.

Die Fiederblättchen sind ungefähr zweiZoll lang und einen Zoll breit, oval, ganzrandig,stumpf und etwas ausgerandet, (retusa) aufbeiden Seiten glatt, oben dunkelgrün und glänzend,unten blafsgrün mit hervortretenden Nerven.

Die Blüthen bilden ansehnliche, aufrechte,zweitheilige, sehr ästige Trauben, mit kurzen run-den und glatten Blüthenstielchen (Pedicelh), siesind hochroth, geruchlos, aber reich an Honig.

Der Kelch ist glockenförmig, glatt, mit fünfsehr kurzen, spitzen, ungleichen Zähnchen.

Die schmetterlingsförmige Blumenkrone istdreimal länger als der Kelch; die Fahne, die miteinem kurzen Nagel von der Länge des Kelchs

ansitzt, ist rund, ausgerandet, an den Seiten etwaszurückgebogen, gestreift, mit zwei purpurfarbigenFlecken; die beiden Segel sind fast von der Längeder Fahne, aufrecht, mit sehr schmalen, linienför-migen Nägeln und halbherzförmigen, stumpfen,ganzrandigen, glatten, nach aufsen gewölbten Plat-ten (Laminae); der Kiel ist aus zwei, den Segelnähnlichen, doch etwas breiteren und mehr gewölb-ten Blättchen gebildet. Zehn fadenförmige, gelblicheStaubfäden sind, wie bei den vorhergehenden,in zwei Bündel verwachsen, dafs neun derselbeneine Röhre bilden und der zehnte kürzere frei ist;die Antheren sind rundlich.

Der Fruchtknoten ist gestielt, glatt, läng-lich zusammengedrückt, etwas gebogen, länger alsdas Rohr der Staubfäden; der fadenförmige, glatteGriffel ist aufwärts-zurückgebogen und mit einerstumpfen Narbe gekrönt.

Die Frucht ist eine feste, fleischige, auf dereinen Seite flache, am Rande mit einer Längs-furche bezeichnete, ovale, steinfruchtartige Hülse,die eine einsaamige, zweiklappige, sehr harte, aus-sen fasrige und gefurchte Nufs einschliefst, (Bond t.)

Die frische Rinde dieses Baumes kommt nachBondt in ziemlich schweren, ungefähr einen Fufslangen, und einige Zoll dicken Stücken, doch ver-schieden nach der Verschiedenheit des Alters desBaumes oder der Aeste, von denen sie genommen