Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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und eine halbe bis drei Viertel Linien breite Aehr-chen. Die Schuppen sind dunkel kastanienbraun,stumpf, mit einem zarten weifsen Rand und dün-

nem grünen Rückennerven.

Die Staubfäden und der Griffel raeen überdie Schuppen hervor.

Die C ar y o p s i s ist undeutlich-dreiseitig, braun,etwas runzlig.

Anm. Die Abbildung ist nach einem Exemplar

aus Java ausgeführt worden.

Cyperus officinalis nob.

(C. rotundus A u t.)

C. rotundus spiculis lineari-lanceolatis subsenis, in-volucro subtriphyllo umbella longiore foliisque li-nearibus. .,..,..«

C. umbella foliosa supra-decomposita, spiculis lanceola-tis acutis, tuberibus oblongis. «...

C. radice olivari spicis lougis e spadiceo-purpurascen-tibus. .........

Vahl Enum. pl. II. p. 344-

Lin. Spec. plant. 1. p. 67.

Willd. Spec. plant. K p. 283-

Rom. et Schult. Syst. Veget. II. p. 198.

Desf. Fl. Atl. in Sehr. N. Journ. 111. p. 254.

Smith Prodr. Fl. graec. I. p. 29.Scheuchz. Agrost. p. 391. tab, 9. fig. 3.

Nach einem Exemplar des V ah Ischen Her-bariums, welches mit Forskohl bezeichnet ist undalso sehr wahrscheinlich aus Aegypten stammt,unterscheidet sich diese Art durch folgende Merk-male:

Zwei Blätter der Hülle sind länger als dieDolde.

Die Blüthenstiele sind etwas länger, stär-ker und tragen alle sechs Aehrchen.

Die Scheidchen (Ochreae) sind bedeutend län-ger. Die Aehrchen sind mehr lanzettförmig undnoch einmal so breit.

Die Schuppen sind breiter, an der Spitzeetwas ausgerandet, an den Seiten hell rostbraun,auf dem Rücken grün und mit fünf deutlichen Ner-ven versehen. Die Blätter sind blaugrün.

Die Wurzel dieser beiden Pflanzen bringt ei-förmige oder längliche Knollen von der Gröfse ei-ner Eichel oder Haselnufs, die wir unter dem Na-men Radix Cyperi rotundi in den Officineufinden, und die nach der Angabe der Pharmacolo-gen sowohl aus Aegypten als aus Java gebrachtwerden. Sie siud blafsbraun mit helleren Ringenbezeichnet; das eine Ende ist stumpf, das andereverdünnt sich in die fortlaufende Wurzelfaser, auf

der Oberfläche sieht mau hie und da zerrisseneSchuppen und seitliche hervorbrechende Knospen.Die innere Substanz ist schmutzig weifslich; derGeruch ist schwach aromatisch, der Geschmack bit-terlich, beides soll in den frischen Knollen sehrstark seyn, an der sehr verlegenen Waare fehlt oftder Geruch uud Geschmack gänzlich.

(N.v. E.)

Abbildungen,

Rumph Amb. VI. tab. i. fig. 1. 2.Rot ib. Gram. 28. tab. 14. fig- 2.

Erklärung der Tafeln.

A. Cyperus rotundus blühend.

i. Ein Blüthenstiel mit dem Scheidchen, innatürlicher Gröfse.

2. Ein Stück des Aehrchens, vergröfsert.

3. Eine Schuppe, ausgebreitet und vergröfsert.

B. Cyperus officinalis nob.

4. Die Staubgefäfse und das Pistill, vergröfsert.. 5. Die Scheidchen am Blüthenstiel, in natür-licher Gröfse.

6. Zwei Blüthenschuppen, von der Seite, ver-gröfsert.

7. Eine derselben ausgebreitet, um die Rük-kenrippen zu zeigen.

8. Die Wurzelknollen.