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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Chenopodium Botrys Lin.

(Das Traubenkraut, die Eiche von Jerusalem.)

Chenopodium Botrys.

Char Spec.

C. foliis oblongis dentato-sinuatis, racemis nudismultifidis. ......

Lin. Mat. med. ed. I. p. 37.

Syst. Veget. ed. Fers. p. 273.Rom. et Schult. Syst. Veget. VI. p. 25p.Pers. Syn. plant, p. 2g4.Decand. Fl. franc. n. 2262.Di erb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 84.Rieh. Bot. med. p. 172.Guib. Hist. des drog. II. p. 4.Virey Hist, nat. des med. p. it>8.Eherm. AUg. Encyclop. V. p. 4^6.

Benennungen.

Ho 11. Druivenkruid, Moltenkruid,

Dan. Drue-urt.

Schwed. Drufve-ört.

Ensrl. The cutleav'd goosefoot.

L'Anserine hotrys.

Botri.

Biengranata.

Hroznjcek.

Türtös-fu.

Franz.ltal.Span.B ö h m.

l'nca r

Das Trauben kraut ist in den Ländern dessüdlichem Europas, in der mittäglichen Schweiz,in Frankreich und Spanien einheimisch.

Aus einer einjährigen ästigen weifsen W u r-zel erhebt sich der aufrechte ästige gestreifte et-was gebogene und mit sehr kurzen klebrigenHaaren bekleidete Stengel, der eine Höhe vonein bis anderthalb Fufs erlangt, oft aber auch vielniedriger vorkommt.

Die Blätter sind gefiedert-zerschnitten, (dochnicht bis zur Mittelrippe) mit stumpfen buchtig-gezahnten Abschnitten; die unteren sind lang ge-stielt, die oberen kürzer, so dafs sie allmählich in

die kleinen schmalen ganzen Deckblättchen in derJNähe der Blüthen übergehen; sie sind alle gelblich -grün und so wie der Stengel weichhaarig und et-was klebrig.

Die kleinen Blüthchen sind vor und wäh-rend der ersten Blülhezeit in den Blattwinkeln anden Spitzen des Stengels und der Aeste dicht zu-sammengedrängt (glomeratij und treten erst späterin längern ästigen sparrigen zweitheiligen Traubenhervor, an deren Aesten die einzelnen Blüthenohne Stiel ansitzen.

Die sehr kleine Blüthen hülle besteht ausfünf ei-lanzettförmigen zugespitzten am Randeweifsen und häutigen, auf dem Rücken grünen undmit Drüsenhaaren besetzten ßlättchen.

Die Staubfäden sind glatt, weifs, etwas kür-zer als die Blättchen der Blüthenhülle. Die Staub-beutel sind rundlich, blafs-gelb, mit zwei starkhervortretenden Fächern.

Der Fruchtknoten ist rund, oben etwaseingedrückt und mit zwei dünnen fadenförmigenim Anfang aufrechten, später rückwärts gebogenenGriffeln gekrönt.

Die zarte dünne häutige Hülle der Frucht trägt einen runden braunschwarzen glänzenden Saamen.