In diesen Kelchen sind mehrere röthliche Zwit-terblüthchen in der Mitte, und acht bis zehn weib-liche im Strahl; bei diesen letzteren ist die Blu-menkrone eine enge gelbliche Röhre, aus der zweilange gelbe Narben hervorragen.
Der Fruchtboden ist gewölbt, glatt.
Die Achenien (Saamen) sind walzenförmig,stumpf, glatt, graulich-braun ohne Haarkrone.
Die Wurzel wurde in der neuesten Zeit vonDr. Burdach und Dr. Graefe als ein wirksamesantiepilepticum empfohlen. Der Geruch der frischenWurzel ist schwach, aber eigenthümlich-aromatisch,der Geschmack unbedeutend. Bei der sorgfältiggetrockneten Wurzel finde ich den Geruch viel stär-ker. Die Wurzelfasern, dessen Rindentheil für vor-züglich wirksam gehalten wird, sollen im Herbstegesammelt, an der Luft getrocknet und in Pulver-form gegeben werden, (Notiz, f. Nat. u, HeilkundeB. 7. p, 320. — und Repert, der Pharm. XXI, p,
125.)
(N. v. E.)
Abbildungen,Blackw. Herb. tab. 431.
Erklärung der Tafel.
1. Die Wurzel mit dem untern Theil des Stengelsund den Wurzelblättern, von einer noch jun-gen Pflanze,
2. Die Spitze eines blühenden Stengels,
3. Der mittlere Theil desselben.
4. Eine Blüthenversammlung.
5. Der Fruchtboden mit einigen Kelchschuppen.
6. Eine Kelchschuppe, vom Rücken gesehen.
7. Ein weibliches Blüthchen, ohne Blumenkrone.
8. Ein Zwitterblüthchen.
9. Ein Achenium (gewöhnlich Saamen genannt) mitder verwelkten Blumenkrone.
(Alle Figuren von Fig. 4- an vergröfsert.)