bildeten Blüthenknospen; nicht selten färben dieDruguisten diese Sorte grün und geben ihr dannauch wohl wieder einen andern Namen. Die Mut-terpflanze dieser Sorte ist bis jetzt nicht mit Sicher-heit zu bestimmen, weil man keine ausgebildetenBlüthen darin findet, übrigens kommt sie gewil'snicht von der hier beschriebenen A. Contra. DieBlüthen der A. nutans Marsch v. Bieberstein,wohin wahrscheinlich die zweifelhafte A. santo-nica L. gehört, sind dieser Sorte ähnlicher, dochauch verschieden, auch wächst diese Pflanze amCaucasus und nicht in der Barbarei, woher dieseSorte kommen soll.
Beide Sorten des Wurmsaamens, oder richtigerder Wurmblüthe, entwickeln, wenn sie zerriebenwerden, einen ziemlich ähnlichen starken, flüchtig-aromatischen Geruch, den man einigermaafsen ei-nem Gemisch von Zittwer und Campher vergleichenkann; der Geschmack ist aromatisch, bitter. NachTrommsdorff enthalten diese Blüten in 100Theilen;
Flüchtiges Oel - - - - 0,8
Hartharz - - - - - 11,0Bittern ExtractivstofF mit apfelsaurem
Kalk - - - - — 21,0Gummigen ExtractivstofF - - — 36,oDurch Kali von der Holzfaser ge-trennte Materie - - - 20,0Holzfaser - - - - - 12,0
Anm. Verfälschungen mit den Blüthen von andernArtemisia-Arten oder mit denen von Tanace-tum, sind mir noch nie vorgekommen, undkönnen von einem erfahrnen Pharmazeutenleicht erkannt werden. Die meiste Aehnlich-keit in Gestalt und Geruch mit dem Levanti-schen Wurmsaamen hat A. palmata, dochsind die Blümchen etwas gröfser und ihreKelch-sebuppen auf dem Rücken filzig, auch ist ihrGeruch schwächer und minder flüchtig.
(N. v. E.)
Erklärung der Tafel.
1. Die Pflanze mit Blüthen, nach dem Exemplardes Vahl'schen Herbariums.
2. Ein Blüthenbüschelchen, in natürlicher Gröfse,
3. Eine Blüthe, vergröfsert.
4. Eine Blüthe, wie sie als Levantischer Wurm-saamen vorkommt,
5. Dieselbe, vergröfsert.
G. Einige Kelchschuppen von aufsen.
7. Dieselben von der innern Seite,
8. Ein Blüthchen, vergröfsert.
9. Die kleinen Blätter, in natürlicher Gröfse.
10. Eins derselben, vergröfsert.