Artemisia Contra Lin.
(Der persische Beifüfs, der Levantische Wurmsaamen.)
G h a r. S p e c.Artemisia Contra,
A. fruticosa, fbliis minutis (glabris) palmatis, Iobislinearihus, panicula racemosa, floribus sessi-libus. ........
Lin. Mantiss. 282.
— Syst. Veget. ed. Pers. p. 78.3.Willd. Spec. plant. III. p. 1817.Pers. Syn. plant. II. p. 4°7.Di erb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 323.Guib. Hist. des drog. II. p. 82.Eberm. Allg. Encycl. V. p. 611.Trorasd. N. Juurn. III. i. p. 309.Treviranus in Brandes Archiv. B, 12.
Als das Vaterland dieser Artemisia ist Persienangegeben, wahrscheinlich findet sie sich auch inden angrenzenden Ländern.
Der Stengel ist, wie das vorliegende Exem-plar aus dem Vahl'schen Herbario zeigt, strauch-artig und in lange Aeste getheilt, die gegen dieSpitze hin mit vielen kurzen abstehenden mit Blü-thcn bedeckten Aestchen besetzt sind; die Rindeist blafs bräunlich und mit einer fleckigen weifsenWolle wie mit Spinngewebe überzogen, welche aberan mehreren Stellen abgerieben ist.
Die Blätter fehlen an dem untern Theil desStengels, und stehen mehr gegen oben, büschelför-mig beisammen; sie sind sehr klein, zwei bisdrei Linien lang, und fast eben so breit, gefiedertzerschnitten, so dafs fünf äufserst schmale und kurzeAbschnitte an der Spitze und zwei andere etwaslänger noch einmal eingeschnittene oder gezahnteAbschnitte an jeder Seite stehen; diese Blätter sindgrau-grün, und zeigen bei starker Vergröfserungweifsliche Drüsen.
Die kleinen eiförmigen Blüthen sind sitzendund büschelförmig an den Aesten zusammengehäuft.Die gemeinschaftlichen Kelche (periclinia)bestehen aus mehreren (10 - i5) ovalen stumpfenglatten etwas gewölbten dicht über einander liegen-den Schuppen, die am Rande häutig, auf dem Rük-ken mit gelben Drüsen besetzt sind.
In diesen Kelchen sind drei bis vier röhrenför-mige fünfspaltige Blüthchen, und eins oder zweiohne ßlumenkrone eingeschlossen.
Der Fruchtknoten ist glatt, etwas zusam-mengedrückt. Die Staubgefäfse scheinen nichtüber die Blumenkrone hervorzutreten.
Die Blümchen dieser Artemisia stellen, wiediefs aus der" angestellten Vergleichung hervorgeht,diejenige Sorte des sogenannten Wurm- oderZitt-wersaamens (Semen Cinae s. Contra s. San-to nicum) dar, die unter dem Namen des Levan-tischen oder Aleppischen Wurmsaamensbekannt ist.
Mit Vergnügen ersehe ich, dafs Treviranusin seiner neuerlichst erschienenen gelehrten Abhand-lung hierin mit mir einverstanden ist.
Diese Sorte kommt mehr oder minder rein odermit Staub und zerbrochenen Stielchen vermischtvor; was die Droguisten Sem. Cinae in granisnennen, sind die rein ausgelesenen Blümchen, diemit denen des getrockneten Exemplars, welches unsvon Herrn Professor Ritter Hörnernann gütigstmitgetheilt wurde, sehr gut übereinstimmen.
Aufser dieser Sorte finden wir aber eine an-dere, die den Namen Semen Cinae barbari-cum oder africanum führt; sie besteht grölsten-theils aus kleinen Bruchstücken von graulich filzi-gen Stielchen mit sehr kleinen und ganz unnusge-
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