seinen beiden getrennten Fächern ragt die trichter-förmige Narbe hervor. Der untere behaarte Frucht-knoten trägt an der Spitze zwei kurze abgestutzteSchüppchen. (Roxb.)
Die Früchte dieser Pflanze sind unter dem Na-men des runden Cardamoms (Cardamomumrotundum) bekannt, kommen aber jetzt nur nochselten im Handel vor. Sie sind von der Gröfse ei-ner kleinen wilden Schwarzkirsche, rundlich mitdrei convexen abgerundeten Seiten, mehr oder we-niger gestreiFt, graulich-weifs oder etwas röthlich.Mit der Lupe zeigt sich deutlich an einzelnen Stel-len der abgeriebene Haarüberzug. DieSaamen, die sehr oft zusammengeschrumpft undverdorben gefunden werden, sind in den besse-ren Früchten etwas gröfser, als die des kleinenCardamoms, dunkler braun und stehen diesen inHinsicht des Aromas wenig nach. —
Die gröfseren dreiseitigen braunen und geripp-ten Früchte, Cardamomum medium s. majus derAutoren, welche Gärtner unter dem Namen Carda-momum, Ensal dictum, abbildet, sind die Kapseln
einer neuen Art dieser Gattung, welche RoxburghAlpinia Cardamomum medium nennt. Die hautigenflügelartigen Fortsätze der Früchte sind zwar ge-wöhnlich abgerieben, doch zuweilen auch an ein-zelnen Stellen zu erkennen. (Man vergleiche dieFigur 9. auf der Tafel von Alpinia Cardamomum.)
IN. v. E.)
Abbildungen.
Roxburg. Planls of Coromandel. Vol. III. tab. 227Rumph. Amb. Vol. V. tab. 65. fig. t.
Erklärung der Tafel.
i. Die blühende Pflanze nach Roxburgh.
2. Ein Theil des Stengels mit einem Blatt,
3. Eine geöffnete Blume.
4. Der Kelch.
5. Der behaarte Fruchtknoten,
6. Die äufsere Hülle am Grund des Fruchtknotens
7. Das runde Cardamom, wie es im Handel vor-
kommt.