Lin Zimmer im königlichen palaste. Der .König,die .Königin, Prinz Lothar, Jrmentraut, Minister.
^ßönig: O Sohn, grau wird das Haupt, das diese Krone trägt.Der Esel kommt, wie man zu sagen pflegt.
Aus Sorge drum für Reich und Thron
Hab' ich ein Weib für Dich gewählt, mein Sohn,
Prinzessin Irma aus den Baskcnlanden.
(auf die Königin deutend):
Und dies gekrönte Weib ist einverstanden.
Ltönigin: Jawohl mein Sohn, ich habe nichts dagegen —Und hier mein Segen.
Prinz Lothar: O Du, der mich gezeugt, und Du, die mich
geboren,
Mein Herz ging schon wo andcrshin verlorenUnd ich bekenn' es offen, frei und laut:
Daß cs gehört dein Fräulein Jrmentraut.
^ßönig und Königin: Jrmentraut!?
Prinz Lothar und Jrmentraut (auf die Kniee fallend):
O König, Königin, verzeihet mir —
Wir Beide konnten wirklich nichts dafür!
Ttönigin: Ha — wenn ich denk' — wie weit seid Ihr gekommen?Prinz und Jrmentraut: Wir haben stets gebührlich uns
benommen.
völlig: Mein Sohn — ha — welch' rebellisches Betragen —Verliebst Dich, ohne bei mir anzufragen.
.Königin (händeringend): Ist so was jemals dagcwcsen schon:Du „Prinz" und Du ein einfach „Fräulein von."Prinz: O König Vater, Mutter Königin
Vor Liebe weiß ich fast nicht mehr wohin;
Des Körpers Thätigkcitcn alle stauen,
Ich kann nicht essen mehr, nicht mehr verdauen.
Rahm zwanzig Pfund in vierzehn Tagen abUnd langsam schwenningcrt mein Leib zum Grab.
Jtönig (gerührt zur Königin). Soll ich als Vater geben jetzt klein bei.Und sagen: gut, so nehmet Euch, Ihr zwei —
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