brauch nicht hinlänglich bekannt gemacht haben;und so bald es auf das Manual ankommt, nichtbesser sind, als der ungelernte Scharfrichter.Zur zweiten Klasse rechnet er diejenigen, wel-che wohl alles wissen, was zur Anwendung äus-serlicher Arzneien gehöret; das Anatomische ken-nen, in so weit es einem Wundarzte unentbehr-lich ist; auch verstehen Beinbrüche, Verrenkun-gen geschickt zu beurtheilen und zu behandeln;ingleichen mancherlei kleine Operationen kunst-mäßig zu verrichten: denen es aber, wenn esauf wichtige ankommt, noch mannigfaltig an dergehoͤrigen Einsicht und Geschicklichkeit fehlet.Die erste Klasse machen hingegen diejenigenaus, welche sich nicht allein mit dem ersten Theileder Wundarzenei, welche lehret, wie man man-cherlei chirurgische Krankheiten mit Arzeneien,und durch mancherlei Kunstgriffe, ohne Operationheben kann; sondern sich noch daneben, mit al-len Operationen in so weit bekannt gemachet ha-ben, daß sie selbige, und im Falle der Noth auchdie selten vorkommenden, nach den Regeln derKunst verrichten können.Obzwar nun wohl seit einigen Jahren inverschiedenen Ländern, mit vielen Kösten öffent-liche Schulen für Wundärzte und Hebammen an-geleget worden, so bleibet demohngeachtet derMangel an guten Wundärzten und Hebammennoch sehr merklich. Wenn man die im Landewohnende der Reihe nach untersucht und in eineder obigen Klassen versetzet, so ist die Anzahlder=
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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