380 Zweiter 'Peil. A. Die Verfassung des Benediktinerklosters.
tnantibus et sa er amen tum ext reine unetionis petentibus,(|iiod antiquitus et ex laudabili cönswetudine multis retroactis tem-poribus ad fines dicti monasterii dinoscitur pertinere, porrigatceterosque ipsius monasterii plebesanos, pauperesvidelieet et infirmos hospitalis omnesque abbatis et 5conventus familiäres domesticos ae servitores infrasepta monasterii moram trahentes ipsiusque chorinovicios et scolares seculares ut verus eorum pastor omni-bus sacris procuret et hys diligenter attendat." Dieses Rechtsver-hältnis dauerte nach der Umwandlung des Klosters in ein weltliches 10Stift zunächst noch einige Zeit unverändert fort, wie das neueStatut der Magdalenenkaplanei vom 28. Oktober 1470 1 ) zeigt.„Cum animarum cura ante huius collegii erectionem t'uit et estnunc annexa eapelle sanete Marie Magdalene prope ecclesiam nost-ram collegiatam et ciiniteriuin liuic contiguum," so setzen Propst L6Albrecht, Dekan Georg, Scliolastikus, Kustos und das ganzeKapitel fest, dass auch fortan wie bisher der auf die genannteKaplanei eingesetzte Chorvikar die Seelsorge ausübe, seinem Pfarr-volk treulich die Sakramente spende; als seine; spezielle Obliegen-heit wird bestimmt: „oleumque sacrum in extremis labo-20rantibns intra muros opidi Elwangensis neenon inCastro i b i d e in p o r r i g a t a c e o r p o r a d e In n c t o r u nitarn extra, quam intra muros prefati opidi dece-dencia devote sepeliat ac alia ad curam animarum pertinen-tia fideliter peragat." Diese Festsetzungen werden erst recht ver- 25stündlich durch einige Artikel des vom 12. September 1472 datier-ten Spruchbriefs zwischen Kapitel und Stadtpfarrer Georg Türck. 2 )In diesem gütlichen Vergleich, den Albrecht von Rechberg Ritter,Anwalt und Vogt Propst Albrechts !., vermittelte, wurde von derBegräbnis im Kirchhof wegen (Art. 4) bestimmt: „ob ein person 30mit tod abgieng die dann dem pfarrer zustatt, die verdacht oderarckwonig wer daz sie sieb nit cristenlicb gehalten hett, die sollman nit begraben on (uns pfarrers rat und wissen." Hinsichtlichder Spendung des Sakraments (\rr hl. Ölung (Art. (3) einigten sich
') Abschrift, im Diplomaten „Tomus XVI" Fol. 142—143. Dieses Statut,und die Abmachung vom J. 1472 müssen zur Erläuterung der vor 1460 gelten-den Rechtsverhältnisse schon hier erwähnt werden.
2 ) Orig. Pen?, mit drei anhang. Siegeln in Fasz. 891; gleichzeitigeAlischrift im Diplomatar „Nr. 4" Fol. 166—166.