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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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276 Anhang V. Altäre d«r Stiftskirche im 16. Jahrhundert.

einundzwanzig auf; 1 ) dazu kommen noch vier im Stiftssprengel

gelegene Kapellen mit (wenigstens) je einem Altar. 3 ) Mehrere Altärewurden nachweislich erst nach der Umwandlung des Klosters, vorallem im Anfang des ](>. Jahrhunderts unter Propst All/rechtThumh, :i ) errichtet. 5

Aus Urkunden und anderweitigen Angaben des Liber ceremo-niarum Hess sich der Standort nicht weniger Altäre sicherermitteln; die dadurch gewonnene Kenntnis berechtigt zu dem Schluss,dass der fragliche Abschnitt des Liber ceremoniarum die Altäre derStiftskirche gemäss ihrer räumlichen Lage aufführt (zuerst im ('hör, iodann in den Quer schiff armen und in der Krypta-, hierauf im Lang-haus, endlich in der westlichen Vorhalle). Auf Grund dieser sehr wahr-scheinlichen Voraussetzung konnte der Standort der meisten sonstunbekannten Altäre ziemlich genau ermittelt werden. Was aufsolche Weise über die Lage der einzelnen Altäre und die Zeit ihrer 15Errichtung oder Weihe bis jetzt in Erfahrung gebracht werdenkonnte, wurde in den Anmerkungen kurz mitgeteilt.

De dedicationibus.Dedicatio nostrae summae ecclesiae Elvangensis necnon

') In der Beschreibung des Gottesdienst«, um Gründonnerstag (Fol. 27 b Jwird ein in der Krypta gelegener Sebastiansaltar erwähnt, der in dem Ver-zeichnis fehlt ; ob er mit einem der hier verzeichneten drei Altäre der Krypta identischist, muss dahingestellt bleiben. Ebenso sind für den Anfang des ](!. Jahr-hunderts ein bis zwei Altäre in der Vorhalle (nova struetura, sog. Altes Stift)St. Anna- und Marienaltar urkundlich bezeugt, die gleichfalls in unserem Ver-zeichnis fehlen. Bei der Visitation des Klosters Fulda 1627 Hess der Nun-tius Carafa alle Altäre bis auf zwölf unterdrücken,quia plerumque, altariummultitudo neglectum parit" (Richter, Statuta eccl. Euld. S. XXIX ff. und 15 f.).Die 1124 geweihte Basilika hatte von Anfang an zwölf Altare, wovon fünf aufden Klosterchor, sieben auf das Schiff einschliesslich der Kreuzarme entfielen;Oiefel, Ellwanger Geschichtsquellen p. 12; WUB. I, 357; Khamm, Auctar.p. 30 s. Kr. 63. Über die früheren und heutigen Altäre der Stiftskirche vgl.liusl S. 3749 und Schwarz S. 22.

'-') Die 1331 und 1355 zugleich mit der Stiftskirche rekonziliierte KapelleS. Johannis Erangelistae (in dieselbe und in die Peterskapelle wird 1399 vonKraft und Albrecht von Killingen eine ewige Messe gestiftet) wird, soviel ichsehe, in der Zeit der Propstei nicht mehr erwähnt (ihre Identität mit derSt. .lolianneskapelle auf dem Schloss, wie ÜAEllwangeu S. 526 vermutet wird,ist ausgeschlossen); ihre dedicatio wurde nach einem spateren Eintrag imCalendarium Elvacense (ed. Giefel p. 63) am 7. August gefeiert.

*) Vgl. meine Nachweise im Schwäbischen Archiv 1909 Nr. 9 <S'. 133f.;Statutenentwurf aus der Zeit des Pfalzgrafen Heinrich Kap. 38 (oben S. 211).