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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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XXI. Statuta Alberti 1506. 181

Die Misshelligkeiten zwischen Propst Albrecht II. und seinemKapitel waren, wie die gemachten Mitteilungen beweisen, schon in denersten Jahren seiner Regierung so tiefgehend und so ernster Natur, dassauf einen Ausgleich der obwaltenden Gegensätze kaum mehr gehofft

5 werden durfte. Trotzdem kam, nachdem zwischen Propst undKapitelwegen der Statuten und anderer Sachen" Späne und.Irrungen erwachsen und deshalb der Hofmeister und, die Bäte desHerzogs Ulrich von Württemberg angegangen worden waren, durchVermittlung des Schirmherrn am 16. März (Montag nach dem

10 Sonntag Oculi) 1506 zu Stuttgart ein Kompromiss zustande, 1 ) wor-nach die Parteien die Entscheidung einem Schiedsgericht von vierverständigen, je hälftig von Propst und Kapitel zu ernennendenMännern, eventuell von sechs Männern anheimgeben, deren Spruchohne Widerrede annehmen und, an ordten da sich gepurt liestättigen

16 lassen sollten; der Tag ist durch den Propst zu bestimmen, nachEllwangen auszuschreiben und muss innerhalb drei Wochen statt-finden. Der ganze Handel soll in einem halben Jahre nach Datogeendet sein.

Über den Tag zu Ellwangen, der in Stuttgart verabredet

20 worden war, liegen keine Nachrichten vor. Als Frucht der vonden Schiedsmännern mit den Parteien gepflogenen Verhandlungen

zugeschrieben, und auch für die übrigen ist derselbe Ursprung anzunehmen.Zu Kaj>. 29: Hoc addidit antecessor nostri prepositi [Albrecht Thutnb, Pfalz-graf Heinrichs Vorgänger]: Ut oimiino nil faciant in ecclesia, sibi constitucrunttres provisoros, qui tenentur portare onus illius Statuta. Et contigit, quod duoprovisores erant infirm i et unus suporstes, ille solus oportuit providere summumaltare per multas septimanaa et, quod nullus canonici voluit dispositus esse adcelebrandum, ipsi Huspcndcrint vigilias et officia pro defunetis celebrandas persex vel septem septimanas. Zur Sache vgl. Karl Müller in WVjh. 1907S. 313 304 . s . auch das Statut über die Verioeser vom 15. Juni 1466(oben S. 131). Zu Kap. 3S (Häuserzins): IUmn cenuum ipsi de eapitulo sibiipsis renüttunt. vicarii vero tenentur ipsura prestare. Addicio prepositi Tummas[Thumb]. Zu Kap. 39: Contra istud statutum ipsi direote veninnt, quod deDenis residuis ipsi prebendas suas canonicales melioraverunt, ita quod quilibet(sie) canonico dant[ur] quottidie due niensure vini et unus panis et gallini (sie)et pulli et ova et pisces, in quo cum non contentantur sed ultra hoc recipiimfet sindico talia non persolvunt et ita ecclesia. ipsa damnificatur et cogitar reci-pere peeunias censuales. Zu Kap. 46 (Residenzpflicht, sechswöchenllivhe Ferien):Istud statutum unitaverunt et Prolongation est tempus illud [seil, abessendi] ad7 menses.

') Orig. Perg. mit anhäng. Siegeln des Herzogs Ulrich, des Propsls(dieses teilweise zerstört) und des Kapitels; Fasz. 222.