XVI. Verleihung der Kanonikate nach Monaten 1475/85. 141
Propst Christoph von Freiberg den Turnus als zu Recht bestehend(Fasz. 110). Derselbe fand denn auch Aufnahme in die neuenStatutenentwürfe unter den Pröpsten Pfalzgraf Heinrich (um 1537)cap. 20 und Johann Jakob Blarer von Wartensee (um 1630) cap. 255 (vgl. dessen Deelaratio,).
Hss.: I. Ursprüngliche Fassung vom 27. Juli 1475.Eine fast gleichzeitige Abschrift findet sich im Diplomaiar „Nr. 4.Abgeschtifft allerlay Brief" Fol. 175—176". Aufschrift: Ein Statutvon der chorhern pfrivncl wegen nach den monat zu lilien.
10 IL Von der späteren Fassung, d. 1485 März 11, lagen
nur ausser dein Original (Pergament mit 2 anhäng, beschädigtenSiegeln; 1 ) Fasz. 221) zahlreiche Abschriften vor; z. B. in den Diplo-mataren „Nr. 4" Fol. 213 und „Tomus XVI" Fol. 92—93. Diemeisten.sind im Sammelband 1 (Nr. 5. 10. 13. 22) enthalten. Eine
15 notariell beglaubigte, jedoch nicht fehlerfreie Abschrift, d. Koblenz1734 August 12, befindet sich in Fasz. 95 (mit aufgedrücktemSiegel des kaiserlichen Notars Philipp Busch); dieselbe ist falschdatiert (11. März 1482 statt 1485)/)
Der folgende Text beruht auf dem Original des Statuts von
20 1485; die Zusätze, welche das Statut in der Fassung von 1475gegenüber der späteren Redaktion bietet, sind teils im Text selbst ineckigen Klammern teils in den Fussnoten wiedergegeben.In nomine Domini. Amen.Nos Albertus prepositus u) totumque capitulum ecclesie collc-
25 giate saneti Viti in Elwangen sedi apostolice inmediate subiectiAugustensis dioc. provide meditantes, quod non est novum electorumvota elcctionis negotia» plerumque discordare ex votorumque dis-crepancia iras, rancores, dissensiones, odia, scandala plurimaecclesiaeque pericula et dampna multa pullulare ac ardorem fraterne
3o cantatis refrigescere. Quapropter defectus prelibatos matura deli-
&) Das Statut von 1475 hat liier den Zusatz: Georius deennus (Georg vom Stein, gestorbenUS3 J„U 28).
1>> Zu lesen ist wohl: negotio.
') Die zwei Siegel, das eine (Propst) in rotes Wachs, das andere (Kapitel)**• grünes Wachs gedrückt, waren 1734 (vgl. die beglaubigte Abschrift in Fase.95)noch unverletzt.
2 ) Der Schreiber hatte zunächst 1485 geschrieben, der Notar jedochkorrigierte; 1482. Dieses Datum (ebenfalls den 11. März!) bietet nur noche >ne zweite Abschrift des Diplomatars „Nr. 4" (vgl. oben) Fol. 213 (im Wort-laut mit dem Text des Originals von 1485 völlig übereinstimmend). Da alleandern Hss. vom 11. März 1485 datiert sind, muss angenommen werden, dassjenes Datum auf einem Lesefehler beruht.