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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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138 XV. Statut betr. das wöchentliche Almosen 1475.

rtürfftigcn menschen jährlieh und wuclientliehen allweg uff <lcnmontag von unser ehegemelten cappitels renten und nuczungendas almftsen mitgeteilt und gegeben, also haben wir der dürfftigenarmen menschen notdurfft noch basz betrachtet und haben zuvorabGot dem almechtigen zu lob unsz furgenomen solich almftsen ze 5bessern, also das daz alvvegen am frytag uff die zyt in masz sohernach geschrieben stat auch gegeben werd, und daruff um hun-dert gülden funff gülden ewigs gelte gekaufft, dieselben funff güldenewigs geltz wir nun eins yeden jars und zils so die gefallenzusamenlegen, sparen und behalten wollen, so lang bisz wir sechezig 10gülden zusamen bringen, und wann die sechezig gülden also zuden hundert gülden gesammelt und gebracht werden, es sey durchdie funff gülden der järlichen giilt oder sunst durch erber andech-tig person, die ir stwir dar zu geben, es bescliech über kurz oderüber lang, alzdann von stund(en) sollen und wollen wir in der 15nechst körnenden wfichcn darnach am frytag anfallen und furouszhin in ewig zyt alweg am frytag das almftsen zusampt demgemeinen almftsen, das wir biszher am montag geben haben undnoch allweg thon wollen, den armen menschen, die daz notdürfftigsind und begern, geben und raichen, also daz furo uszhin solch 20gemein almüsen in ewiger zyt in der Wochen allweg zwirund')gegeben werden sol, nemlich am montag und am frytag, in maszwie vor gelautet hat. Wir haben auch insunderhait in unsernicappitel beredt und beschlossen, dasz wir zu yedem obgemcltentag, so man das almftsen geben sol, geben und Dachen lassen 25wollen by zway hertel rocken mells und daz alweg usspendennach der anzal der armen leut ongeverd. Und solich alles wievor stat sollen und wollen wir nun hinfur in ewiger zyt für eingeschworn, uffgerieht, on abgand stattutt halten und haben unddaz zu andern unsers stifftz geschwornen Statuten schryben lassen 30getriulich und ongeverde. Und des zu gueten urkund haben wirunsers cappitels grosses insigel für uns und unsere nachkommenan disen brieff öffentlich fhün hencken.

Und wir Albrecht von Rechberg von Hohenrechberg probstund herre dez gemelten stifftz bekennen auch an disem brieve, 35daz solich obgemelt statutt und Satzung mit unserm gftten willenund wissen gemacht und uffgerieht ist, undt wollen solichs hant-

') Zivier, ahd. und mhd. zwiront, swirent, zwirnt u. ä., zweimal, altesZahladverh; vgl. Schmelhr II, 1180 f.