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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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VI. Korrespondenz zwischen Ellwangen 11. Dillingen. 29

Und er lcyt auch «kniff, daz wir auch, darum sweren müsen, daz

es nit dinglich ') zu gang-, denn er well ye das es redlich zugee.

Gnadiger lierr mein gnad! sitze mit dem convent darüber

und bedenckt ueli und laszt uns by disem boten morgen ze nacht

5 oder an der mittwuch circa ortum solis ein antwurt wissen, wiewir uns halten und was wir in meiner sele sweren sollen. Dennwolt ir, daz die sach vollstreckt werd, so musz es nit symoniacezugan. Ir müszt den convent der II gülden ledig sagen und ingetruen, ob sie ueli jars für die II gülden ettwas geben oder nit.

1(1 Denn wann wir sweren in meiner baider tail sele"), daz dem alsosey als diser zetel hie inn verslossen 8 ) inn helt, so ist die sacbBlecht. Sunst hat es der cardinal nit vast unbillicli vor im. Irwerdt die vicary lybcn, doch will er eine oder zwu nszdingen, dieiu sant Benedicten namen gehalten werd etc. Wann wir die aid

15 tuml, so wil er die habitus yetz ab tun und der sacb ein tail setzenund ordnen und die andern stuck hienach. Mein gnad und derconvent lasz uns gruntlich verschriben wissen, was wir tun sollen.Dat. festinanter valde feria 2 a hora quarta.

Albertus Schryber.

Ol)

Nr. 3. Ellwangen. 1460 April 30.

Hochwirdiger fürst in Gott vatter, gnadigester herre! unser

dieinutig gebett mit williger undertaniger dienstbarkeit uwer fursten-

lich gnad allzeit berait zuvor. Gnadigester berr! Als uwer fursten-

hch gnad durch empfelhnusz unsers allerhailigesten vatters des

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oapstes uns und unsern stifft in einen weltlichen stifft und stat uff-gencht hat etc., also bitten wir dieselben uwer furstenlich gnaduiemutiglich die briefc darum lutend fertigen zu lassen, die Statuten«zurichten, die vicarier her zusenden 4 ) und die Sachen zuvolenden

') dinglich (fehlt in Fischers Schwab. Wörterbuch) nach dem Zusammen-hang (s. unten und Gegensatz: redlich) = simonistisch.

s ) Vql. oben S. ST 1 . In meiner baider tail sele = in Abt* und KonventsNamen.

8 ) Dieser Zettel ist nicht erhalten.

4 ) Bei Errichtung des Stifts wurde seitens des 'päpstlichen Kommissärs"^stimmt, dass man zehn Chorvikare halten solle (Abt und Konvent hatten in'< cr an die Kurie gerichteten Denkschrift bloss sechs beantragt), während manbisher wie es scheint nur zwei Kapläne im Kloster gehabt hatte. Kardinal"eter machte sich als Diözesanbischof anheischig, die nötigen Geistlichen für-''llwangm auszuwählen. Da nach seiner Anordnung jedoch die Pfründe derChorvikare erst auf Michaeli 1460 angehen sollte, .so war er nicht in der Lage,*W schon jetzt zu schicken- Vgl. seine bezügliche Erklärung im folgendenSchreiben.