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Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche Verfassung des Stifts : Texte und Darstellung
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10 II- Besulireibiii)}? des Gotteshauses [145!)?].

dry edelman verschryben wurden dem gotzhuse getrw zusyn, so manein munch ynname als vor. Es wurde auch kain forscht (sie), herr,edelmann oder ander syne lelien als bisz her empfahen und wur-den dem gotzhuse die lehenman abgan durch die alle das gotzhusebisz her dester in bessern fride und by iren guittcrn und gullten 5und by iren fryhaitten bliben ist, das sunst nit beschalle wan esgereformiert wurd, desglych wurde das gotzhuse umb syn wildpaneund umb ander regalia und fryhait auch komen, das dem gotzhuseverdurblich und schädlich syn wurde.

Es hat sich auch uff einmal gefugt, daz ein appt in das 10obgenant gotzbus gesetzt ist durch ufgeben und durch gunst dergewaltigen der nit edel was,') und umb daz er nit edel was, woltenettlich die vom gotzbus belohent warn, ire leben nit empfahen. a)

Und darumb und auch umb andern nutzs und fVucht.berka.itwillen die darusz entstan mögen, so begern und bitten der appt 16und convent zu Elwang demuttiglich, das unser hailiger vatter derbapst das obgenant gotzhuse, closter und geistlichen orden und

a) Dieser Ahachnitt bloss in B.

*) Es kann damit nur Siegfried Gerlacher (140027) gemeintsein (vgl. die Reihenfolge der Äbte in OAEllwangen S. 459 463). Das ChroniconElvac. schweigt völlig über seine Einsetzung und deren nähere Umstände underwähnt nicht einmal die (unfreiwillige!') Resignation des Abts Albert IV. (Hackvon Wellstein, \ 1404). Am 14. Mai 1400 machte in der Kloslerkirche zuEllwangen religiosus vir frater SyMdus Gerlacher conventualis monasterii ante-dicti seine Profess (Orig. Perg., Not. Instrum.; Fasz. 87). Die päpstlicheProvisionsbulle, die ihn, Professen des Klosters und Priester, an Stelle deszurückgetretenen Albert Hack zum Abt ernannte (Orig., gratis de mandatodni nri pape ausgestellt; Fasz. 19), trögt das Datum des 11. Juni 1400. AllemAnschein nach wurde Gerlacher vom Schirmvogt im Einverständnis mitPapst Bonifaz IX. aus einem auswärtigen Kloster berufen und dem EllwangerKonvent aufgedrängt. Die Behauptung Khamms (Auctar. p. 45 Nr. 104), dassGerlacher schon, bevor er Abt in Ellwangen wurde, sich als Vermögensverwalterdes Klosters bewährt habe, ist falsch; vgl. die genauen Angaben des ChroniconElvac. zum J. 1399 (der Keller Kraß von Killingen stirbt am 18. August;sein Nachfolger ist Nikolaus von Vellberg). Eine bürgerliche Familie Ger-lacher begegnet im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts in Donauwört, (Stcichele,Bistum Augsburg III, 790 und 793). Die päpstliche Provisionsbulle erhieltspäter im Stiftsarchiv in Ellwangen die Aufschrift: Provisio Apostolica superAJbbatia Elvangensi Syfrido de pfahlhaim a Bonifacio Nono. Man scheintAbt Siegfried also später, als man seine wahre Herkunft nicht mehrkannte, der Familie der Herren von Pfahlheim zugeschrieben zu haben, diedem Kloster einen Abt (Rudolf 1311 32) geschenkt hat und in welcher derVorname Siegfried beliebt gewesen ist (vgl. OAEllwangen S. 657).