I.
Beschreibung des Klosters Ellwangen und Vorschläge zu einerVisitation und Reformation desselben aus der Zeit des Konzils von
Basel [1434?].Handschrift: Konzept oder unbeglaubigte Abschrift (nachAusweis der Schrift gleichzeitig oder nicht viel jünger), 2 Blattapier m Folio (jedoch nur halbe Breite), eingelegt im Diplomatar„Nr. 4. Abgesclmfft allerlay Brieff" zwischen Fol, 129 und 130.Der erste Teil (Beschreibung des Klosters, Blatt 1) wurde10 von mir kürzlich im „Schwäbischen 'Archiv" 1909 Nr. 7 S. 83f. ver-öffentlicht; wegen des Interesses, das er bietet, und des Zusammen-hangs mit dem zweiten Teil wird er hier wiederholt.
Inhalt und Zweck. Die Handschrift enthält zwei, übrigens
von derselben Hand geschriebene Teile: 1. eine kurze Beschreibung
^ des Zustande« des Klosters-') und Bitte ans Konzil um Visitation
und Reformation im Namen der Grafen von Württemberg (Blatt 1),
jedoch ohne dass bestimmte Wünsche und Vorschlüge in letzterer
Beziehung gemacht werden; 2. unter der Überschrift '„Pro memoria"
einzelne Vorschläge für die vom Konzil erbetene Visitation des
Uosters und dessen Reformation durch auswärtige Mönche (Blatt 2).
er Antragsteller ist nicht genannt; doch kann nur ein Geistlicher
tn hervorragender Stellung als solcher in Betracht kommen, etwa
"er Abt eines reformierten Klosters (z. B. Wiblingen) oder, was
nur sehr wahrscheinlich dünkt, Bischof Peter von Augsburg, dessen
Beiziehung seitens der Schirmherren sehr nahe lag (vgl. das spätereS^insarne Vorgehcn ^ ^^ ^ y j^ «^ ^
Jahr UM .Auffallend ist die Form des Schriftstücks; es stelltsichdar^ die Mitteilung eines Beauftragten des Abts von Ellwangen
in Nv'Vl' ^ aUSfÜhrlichere ^Schreibung des Gotteshauses vom Jahr U69 (?)