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Vierdter Theil (1690) Darinnen nicht nur die Fortsetzung des Kriegs wider die Ottomannische Pforte, sondern auch die Ursachen des neu-angeflammten Kriegs mit Frankreich ... abgeschildert ...
Entstehung
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Triumph-reuchkender Rrr'egs-Hekm. VierdtekLherl. r 109

Getreid reich/und aüwo sich das groste Wein-Gebürg/jo von Bin-BeschMge« biß an diese Stadt/den Rhein zu beyden Seiten einschrencket/stch ^ d"allhier in eine angenehme Ebne endigt/erbauet / die Häuser waren vor Nnna 'der letzten Einäscherung noch ziemlich schön/ und hatte die Stadt einen Bonn mi«schönen Marckt und herrlichen Bronnen. Das sehens - werteste ihrenBeqe-aber war das Churfürstl. Schloß / und der unten dabey befindliche^»^««.Hofso mit Mauren eingefafft/und mit viel Pommerantzen-Baumenangesüllet, in dessen Mitte ein Bronnen von 4.Metallinen8öwm/v0k»denen jedweder einen Strahl Wasser in das darunter stehende wohl-auSgearbeitete Becke oder Schale geusst / so auf einen Pfeiler gestü«tzet/der sich in der Mitte der Schale in die Höhe begibt / und entstehetausder Mitte der Schale ein schönes Springwaffer/ welches wiederin die Schale sich stürtzet/ und durch vier Röhren seinen Ausfluß sucht.

Auf Seite des Gartens war eine Gallerie / in deren Ecke eine so schö-ne Grotte als an einemOrt zu sehen/ so mit verschiedenen Figuren vonzusammen gesetztcmMuschelwerck ausgezieret/und waren in der Mit,te künstlich schöne Wasserfalle/welche die diese Schönheit allzugenaubetrachtende Fremdlinge ziemlich einwafferten und benetzten. Inden erstenGeschoß war auch einZimmer,so mit vcrschiedeuenGemahl-den von denen künstlichsten Meistern auSgezieret/und nicht fern davondes ktztverstorbenen Churfürsten unvergleichliche Kunst-Kammer/ soder unrechtmastige Besitzer der Cardinal von Fürstenberg meistensauögeleeret/ und die köstlichsten SchawMüntzen bev seiner Fluchtmit sich in Frankreich geschleppet/und ist absonderlich der M edailleS-Kosten/ durch eine wunderliche Gelegenheit sehr bereichert worden/indem man bey der chmaligen Belägerung eine Batterie zu pflan-tzen Anstalt gemachet /in einem Graben aber ein Gewölb angetroffen/darinnen eine eiserne mit güldenen Medaillen angefüllte Truhe ge-standen/ inderen sich aufdie hundert tausend Reichs-Thaler wcrthbefunden / von denen letzten Griechischen Kavsern gewesen. DerChurfürstliche Marstall ist von dem Churfürstlichen Schloß abgeson-dert / in welchen man füglich sechtzig Pferde stellen kan / der Sannvorandern MarMen in Teutschland absonderlich berühmt.

Die Hauptkirche der Stadt Bonn hat einSt'sst und ihreDom-Herren/darmnen etlicher Heil.Märtyrer Cörperaus der Thebaische»,

Legion/so alsChristlicheSoldaten unter demKaysMaximinians all-hier erdappt/und getödtet worden/ als des Pii / Caffii/ Ficxentii/ undMalusi, mit ihren Gesellen / ruhen; deswegen auch solche Kirche mit

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