ders hohen Alkurterr
die Burgerschafft in Schrecken eilend zur Wehr gUauff-n/ da es sonstim AuAaufpsteglich versammelt/ und als die nach Gelegenheit in Ord-nung kommen/ mit grossen tapsernErnst wider den eingebrochnenBurger Feind männlich gestrittenEo daß derselben eine grosseAnzah! aufdem»vrhren Platz geblieben/ und der Streit fast das Ansehen gewonnen/als ohPch tapfer. Hst Feinde wieder aus der schon eroberten Stadt weichen müsten.
Solchen Schimpff nun vorzubeugen und die Bürgerschaft lnTrennung zu bringen/verfügtr der von Nassau/ daß die Stadt an ei-nemOrtmic Feuer angestoffen wörden/davon eine schreckliche Brunstentstanden. Indem nun die Burger thrils der Brunst zugelaussmilnd Rettung geschasst/haben die Nassauische gewünschten Vorcheilerhalten/die übrige enkräfftete und wenige Burger zu überwinden/und dannenhero derselben auf soo. erschlagen. Jinmittslst seynd vielMkdm reisiae wolgerüstete Feinde in die Stadt gelanget/ so daß die Burger-endlich s- schafft augenscheinlich gespührt/was Massen sie ohnversehens über-termannt. wunden/ und dem Gewalt zu widerstehen zu gering und schwach.
Als sie derowegen von frühe Morgsnös biß um Vesperzeit marimhafftig mit Ernst und Fleiß um ihr« Frevkeit gestritten / haben sie sichendlich dem Feind ergeben. Chur-Fürst Adolph berufst sie sämtlichMamtzl» zusammen/machte sie wehrloß/und ertheilteBefchl/daß sie ohne Ver-scheBürger zug strack in Eil aus der Stadt hinaus geführt/und keinen verstauetergeben Worden/ daß er in sein Haus gegangen/ und von Weib oder Kinderneinen Abschied oder Zehrung genommen / daher ein erbärmlich weh-Burger, klagen und Gcschrey durch die gantzeStadt sich erhoben. Weiber undschafftwird Kinder haben theils ihre Männer und Väter sehen ausführen / theils«us d r Verwundet und hart beschädigt/theils haben die ihre unter den Todten
Stadt ge, gefunden. Von vieles hat man nicht Wiffenschafft haben können obfthafft. st-todt oder lebend.
Nach Ausftbaffuns der Burgerschafft seynd die Feinde in bisMaintz Haußer eingefallen / haben alles geraubt/ was man beben und tragen^ ge, mögen / Weiber und Jungfrauen zur Unzucht genöthigt / und d«r-plMdsrt. gKggjt schändlich und Tyrannisch mit Hohen und Niedern Stands/Personen umgegangen/ als es von Türckea und Heyden hat gesche-hen können. Chur-Fürst Dieter-unv GrafFriederich von Catz-mln-bogen / so zu Maintz im Schloß ihr anwM gehabt / und Chur-FurftZriederich des Pfaltz Grafens erwartet/damit sie/mit rusamni gefug-ter Hülffe Cbur-Furft Adolph möchten bekriegen / als sie der FnndsEinfall in di« Stadt vernommen/habm sie sich an einemSeil uber vle
Mauren in einen Nachen heraus gelassen/ und sind guf den WM an
M»re Ort entkommen. DM