zlger bei Sobernhcim; endlich sind auch hier noch die Saar-weine zu gedenken, worunter der Scharzberger ein gutes Ge-tränke liefert. — Die östliche Seite der Monarchie und nament-lich die Provinz Sachsen hat zwar auch einigen Weinbau, wiebei Naumburg, Wittenberg, Jessen, Schweinitz, bei Torgau,Delgern, Senftenberg, bei Potsdam und Frankfurt, und imSchlesischen Regierungsbezirke Liegnitz, längs der Oder bei Grün-berg, er ist aber nur als Küchenwcin und Essig zu gebrauchen.Im Durchschnitt werden jährlich 420,000 Eimer erbauet. 13)Waldbau, eine Fläche von 25,754,000 Morgen haltend undW al d n u tzu n gen. Da fast ^ der Monarchie als Waldbvdenzu betrachten ist, so kann es tm Allgemeinen weder an Bau-uoch an Brennmaterial fehlen. Die größten Waldungen findensich in Ost - und Westprcußen, Pommern, Schlesien, Posen,Brandenburg und Nicderrhein. In Ostpreußen betragen die kö-niglichen Forsten allein nur 1,968,155 Morgen. In dieserProvinz liegt auch die 12 Meilen lange Johannisburger Haide.Westprcußen ist nicht minder reich an Forsten, und die könig-lichen nehmen einen Raum von 1,968,158 Morgen ein. DieTuchler Haide hieher gehörig, ist an 9 Meilen lang. Schlesien,und insbesondre Oberschlesien hat sehr bedeutende Waldungen,sie nehmen einen Raum von 3,750,000 Morgen ein, wovonnur 555,ooo auf die königlichen Forsten kommen. Ausgebreitetsind die Waldungen in Pommern- Brandenburgs Waldungennehmen einen Flächenraum von 2,640,000 Morgen ein, derhieher gehörige Sprecwald ist 6 Meilen lang und ij Meilebreit. Die Provinz Sachsen hat namentlich auf der linken Elb-seite weniger Holzboden, und eö muß daher der nöthige Bedarfdurch Zufuhre ersetzt werden. Die erheblichsten Waldungen sindder Colbitzer Forst, die Annaburger - oder Lochaer-, die Dübener»und die Torgauerhaide. Auch die Provinz Westphalen hat großeWaldungen, wohin denn auch der Arensberger Wald mit zu rech-nen ist. Die Provinzen Kleve-Berg, so wie Nicderrhein wür-den noch größer» Ueberfluß an Holz haben, als sie bereits be-sitzen, wenn nicht die große Anzahl Hüttenwerke und Fabrikenviel Brennmaterial consumirten. Die Waldungen bestehen theilsaus Laub-, theils aus Nadelholz, sie werden theils zu Brenn-,theils zu Bau- und Nutzholz verwendet, zum Lheil auch ver-kohlet. Forstbenutzungen von Erheblichkeit sind die Potaschr, Ter-pentin-, Theer-, Kirnruß, und Pechbereitungen. — Zu Berlinbefindet sich eine Forstakademie. 14) Dergbaugewinnung.Arsenikalkiese, werden nur in geringer Quantität zu Reirchenstcin in Schlesien gewonnen. Silber, wird aus Kupfer-schiefer und silberhaltigen Bleierzen, vornämlich aus dem Maus»selder- und Rothcnburger-, einiges aus den Schlesischen-, und«och anderes auf den Elegischen - Werken auegebracht, im Durch-schnitt ohngefähr 20,000 Mark jährlich. Blei, geben dieSchlesischen-, Niederrheinischen-, besonders die Gemündischen-»nv Westphälischen-Gruben: auch die Provinz Kleve-Berg hatzu Mittelachen im Kreise Waldbroel ergiebige Bleichwerke. Manrx. H»ft.
rechnet den Gewinn jährlich zu 59,233 Centner. Galmei,erhält man aus dem Regierungsbezirke Aachen. Zinn, liefertesonst die Umgegend von Giehern in Schlesien, jetzt aber höchstensnur noch Jinnzwitter. Das meiste Kupfer liefert die ProvinzSachsen, und zwar Rothenburg im Saalkreise, Mansfeld undSangerhauscn. Schlesien erzeugt wenig Kupfer, nur von Ru-dolstadt, Jaucr und Schliechen kommt einiges. WestphalensKupferbau kommt aus dem Siegenschen. Kleve-Berg erzeugtin den Kreisen Wipperfurt und Waldbroel einiges Kupfer. Wasden Kupferbau der Provinz Niederrhein anbelangt, so baut mandarauf in den Kreisen Altenkirchen und Neuwied; auch im KreiseBerncastel wird auf der Hütte zu Allenbach dieses Mineral ge-wonnen. Der Gcsammtcrtrag wird jährlich zu 15,000 Centncrnangeschlagen. Eisen, wird in außerordentlichen Quantitätenjährlich an 2,348,732 Centner gefördert. Zu dem vorzügliche-ren, wegen seines Stghlgehaltes, gehöret das von Siegen, Sayn,und Dendorf kommende. Schlesien hat seine reichste Ausbeuteaus den Gruben von Tarnowitz, doch finden sich auch außerdemnoch sehr viel reichhaltige Gruben. Am Harze wird in der Ge-gend von Beneckcnstein sehr viel Eisen gegraben. Zu Groß-Cains-dorf, im Kreise Ziegenrück, Provinz Sachsen, findet man einenreichen Eisensteinbergbau. Westphalens Eisensteingruben befindensich auf dem Westerwalde, im Paderbornschen, im Siegenschenbei Müssen an dem berühmten Stahlberge, und im Sauerlande.Auch die Provinz Niederehein har ihre Eisensteiugruben, nament-lich im Kreise Daun bei Hillesheim. Im Aachenschen haben dieKreise Aachen, Gemünd, Montjvie, Blankenheim, St. Vithund Düren ergiebige Eisensteiugruben. Der RegierungsbezirkKoblenz hat seine Eisensteingruben in den Kreisen Kreuznach undSimmern. Die Provinz Kleve-Berg besitzt Eisensteiugruben zuKreis Waldvrocl, Wipperfurt und Gummersbach. Der Re-gierungsbezirk Düsseldorf gräbt sein Eisen im Kreise Essen. —Bedeutende Galmeibergwerke findet man in Oberschlesien,und zwar vorzüglich bei Tarnowitz, im Kreise Beuthen. West-phalen hat Galmeibergwerke bei Brilon und Iserlohn. Im Aachen-schen wird in diesem Kreise auf Galmei gebauet, und ganz be-sonders zeichnet sich hier das mit den Niederlanden gemeinschaft,lich betriebene Werk, Altenberge genannt, aus. — Arsenik-kiese, werden bei Reichcnstein in Schlesien und im JauerschenBergamtsreviere gegraben. — Kobalt, giebt Schlesien umJauer, das Siegensche in Westphalen, der Kreis Altenkirchendes Niederrhein, und in Sachsen bei Groß-Cainsdorf im AmteZiegenrück. — Spießglas, findet sich nur bei Wolfsberg amHarze, in der Grafschaft Stollberg. — Steinkohle«, wer-den in großen Quantitäten in Schlesien, im Schweidnitzer- undOberschlesischen-Bcrgamtsrcviere, im Märkischen Bergdistrikte, imEssen - Werdenschen, im Tecklenburg - Lingenschen, bei Bölhorstim Kreise Minden, zwischen Eschweiler und Stollberg, im Re-gierungsbezirk Aachen, im Kreise Saarbrücken bei Saarlouis undOttweiler. — Braunkohlen, finden sich vvrnämlich im
Brandenburgischen bei Zielenzig, im Kreise Sternberg in uner-meßlichen Vorräthen; in Sachsen in den Kreisen Wanzleben,Weißenfels, Wettin, Merseburg und Mannsfcld; auch auf demWesterwalde und in den Rheinprovinzen in der Gegend von Esch-wciler, des Regierungsbezirks Aachen, so wie in dem KreiseDüren, dann in den Kreisen Bergheim, Lechnich, Köln undBonn, der Provinz Kleve-Berg, und endlich jenseits des Rheinsin der Gegend von Siegburg, Königswinter und Linz. — Mannimmt an, daß jährlich an 75 Millionen Stück Torf aus denTorfgräbereien genommen werden. Die erheblichsten Lorfsteche-reien befinden sich in der Provinz Brandenburg, und zwar beiLinum an Rhin; hierauf folgen die Stechercicn in Pommern,namentlich zu Karolinenhorst. In Ostpreußen sieht man zwischenGumbinnen und Stallupönen große Torfmoore. Die ProvinzSachsen hat im Wittenberger Kreise und im RegierungsbezirkeMagdeburg ansehnliche Torfgräbereien; gleichfalls liefern diesesProduct die Provinzen Westphalen, Kleve - Berg und Nieder-rhein. — Bernstein, ein Regal der Krone, ist ein den Ost-seeprovinzen eigcnthümlicheö Product, wo er theils gefischt, theilsgegraben wird. Die größte Menge Bernstein liefert die Küstezwischen Pillau and Dirschkcmen. — Salz, mit einem jähr-lichen Ertrage von 1,216,090 Centnern, wird an mehreren Or-^ tcu der Monarchie gewonnen; die beträchtlichste Menge liefert! die Provinz Sachsen, denn hier kommen die Salinen zu Schöne-beck, Halle, Dürrenberg, Staßfurth, Kosen, Artern, Kötschauund Teuditz vor. Pommern besitzt Salinen zu Kollberg undGreifswalve; Westphalen, zu Königsborn bet Unna, Weel, Neu-salzwerk bei Rehme, Sassendorf bei Soest, Salzkotten, Wester-kotten, Rhein»; Niederrhein, zu Theodorshalle bei Kreuznach,Münster am Stein und Rilchingen. —> Alaun, erzeugt vor-züglich Oberschlcsien, und zu Muskau wird auch dergleichen ge-graben; Brandenburg hat Alaunwerke zu Frcienwalde und beiGleißen, im Kreise Sternberg; die Provinz Sachsen besitzt dasgroße Alaunwerk zu Schwemsal bei Bitterfeld, und zu Westens-leben im Magdeburgischen; die Rheinprovinzen haben Alaun-werke bei Werden, zu kindorf im Düsseldorfer Kreise, zu Fcies-dorf unweit Bonn, zu Pützchen bei Köln, zu Neuwied undzu Duktweiler. — Das Hauptdepot des Vitriols ist Schle-sien, wo sich Werke zu Rohnau, Schreibershau und Kamnigbefinden. In der Provinz Sachsen sind Vitriolwerke zu We-fensleben, Trossin und Moschwig. Die Rheinprovinzen habenihr Vitrivlwerk zu Schwarzenbruch, im Kreise Düren, und West-phalen besitzt eine Vitriolhütte im Siegensche». — Sar^e-ter, wird nicht ausreichend erzeugt, in Sachsen sind noch dieerheblichsten Siedereien, zu Sangerhauscn, Rothenburg, Quep-furk und Laucha. — Flußspath, wird in Quantitäten beiStraßberg in der Grafschaft Stollberg, Schwerspath, imSiegenschen. — Dachschiefer, vornämlich in Westphalenund Niederrhein gewonnen. — Schleifsteinbrüche, sindnamentlich zu Rengersdorf, im Kreise Glatz, zu Burgen, tm
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