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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen dem letzt-verstorbenen regierenden Hertzog zu Sachsen-Zeitz, Mauritio Wilhelmo, und Ernst Grafen zu Metternich, gewesenen Königl. Preußischen Staats-Ministre, und Gesandten auf dem Reichs-Tage zu Regenspurg : worinnen, nebst gantz sonderbaren Discursen von der Gewissens-Freyheit, und der Toleranz in Religions-Sachen, auch andern Dingen mehr, das remarquable Leben des aufgeführten Grafen enthalten ...
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1070
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G ( 1270 ) A

Reicks-Tags Emiren noch^mmerindemKopff, und occupiren meinGemüthe noch eben so sehr, wie sie bey meinen Lebzeiten gethan. Hier-nechst beunruhiget mich derjenige k-rs. den ich gethan, indem ich meineReligion verändert, nicht wenig, und ich möchte gerne wissen,was jetzo iuder Welt von mir äilcuriret wird ?

DerHertzog.

WasinderWelt von Ihnen äiHu, ?ret wird, das können Gie^mein Herr Graf! als ein gewesener kluger Staats-Mann, gar leicht-lich erachten. Jedoch ftynd dieses Fälle, worinnen die dererMenschen nicht einerky, sondern gar sehr von einander unterschiede» sind.Der Geistliche rsjsonniret anders davon als viele weltliche; der ivlo-Zerate anders als der Eysftlge und -Hitzige; der Vernünftige andersals der Unvernünftige. Alle Vernünftige aber werden doch hiepinnen überein kommen.

Daß ein Mann dem Trieb seines Gewissens in Religions-und Glaubens-Sachen gar wohl folgen, und seine Religion ver-ändern mag, ohne vor der Welt darüber den ckst-g^r- einestiounef« klömme, oder eines wacker«, braven und rechtschafs-uen Mannes zu verliehren, wann er es nur sonst gewesen ist.Thurman aber bey dergleichen Veränderungen »n fsuxpz«, oder einenfalschen Tritt, und wendet sich etwa von dem rechten und wah-ren Glauben zu dem unwahren und falschen; so muß man wis-sen , daß man einen GDre im Himmel har, dem man schuldig ist,deswegen Red und Antwort zu geben, der sie auch gany gewiß,zu seiner Zeit fordern, und nach seinem Wohlgefallen ein Ureheildarüber ergehen lassen wird. Jedoch hören Sie,mein Herr Graf!

Von Ihnen spricht man, ob hätten Sie sich nicht erst beyDero Tode, sondern schon acht Jahre vorher^, zu der Römisch-Carholiscben Religion gewandt, die Sache aber heimlich gehal-ten , und die bey Dero Absterben geschehene Unterschrift, wo-durch Dieselben äeckriren, daß Sie die Römisch LacholischeReligion annehmen und in solcher sterben wolcen, seye andersnichts als ein Blendwerck. Wäre nun dieses, so verdienten Sie,meinHur Graf! allerdings in das Register sehr schlimmer und bö^erMänner gesehet zu werden. DmnIhrs Majestät der Röntg von

preussen, Dero Herr und Louversin ist nechst GVTT eine von denen

mächtigsten