Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden, zwischen dem löblichen und vortrefflichen Churfürsten zu Brandenburg Friderico I. und dem letztverstorbenen Marggrafen zu Bayreuth, Georgio Wilhelmo : worinnen nicht nur der Rest von der höchst-merckwürdigen Historie des Churfürsten, sondern auch das Leben des Marggrafen enthalten ...
Entstehung
Seite
1058
Einzelbild herunterladen
 

«HZ 1 1058 ) ZK»

Meister gespielee, einem Fürsten gleich ge-chätz-t, Kat -s sich ebenso we-nig gereimet, als es sich reimen würde, wann man Bley gegen Goldlegen, und das Gewichte nach einerley Merth tsxixen wolle.

DerKhurfürst.

Es stack freylich was höchst-»bsui-cis in dem Verlangen dererBöhmen. Allein sie gaben auch nach, und nahmen meine ksrols zurcaurion, vor sie Treue und Glauben des Oonc.iü an; wiewohl auchalle andere Lhurfursten,Fürsten und Stände des Reichs, durch de-ren Länder die Böhmische Borhschafft nach Basel reksete, ihnensicheres Geleite sccorchtten. Indessen könnet ihr glauben, beliebte-ster Herr Sohn', daß ich in keinen geringen Sargen gestanden, obmich etwa nicht das Lon-ilium in meiner c^mion stechen lassen, und, sol-cher ungeachtet, dennoch etwas wider die Böhmen unternehmen dörffte.Dervhalben verlangte ich, daß der Käyser Sigismuncluz, welcher sichnoch immer in Italien befände, meinen zweyten Sohn kriciericmn.der sich damals ohne diß zu Basel aufgielte,;nm Käyserlichen Vicsrlo desrLoneilii verordnen möchte. Ob nun wohl dlrsks Verlangen nicht vonstattengienge; sogab mir dochsonstdas Loncillumdie theurestenVer-sicherungen, daß es wider die Böhmischen Abgeordneten nichts be-ginnen wölke.

Erstlich fanden sich imMotiathOclobris, von Seiten derer Böh-ttienblieolsu;tiuwpiroir, undiokgnnvon 832 zu Bastlekn. Hernachaber langte krocoxrns kgsun selber an. In feiner 8uno befände sich «inanderer vornehmer Hußit, ^übsl mu8 und dann noch vierH^e-

ologi. Mit diesem krocopio Ksso besprach ich mich zuVrürnberg, sowohl derer Keligions Angelegenheiten halber, als wegen derer Rech-te des Käysers ausda-s Königreich Böhmenund oL-rirte meine fer-neren Dienste und Vermittelung. Ich bekenne, daß mir, indem ichxrowpium recht betrachtete, et was in dis Augen fiele, dasichanihm sclmiriren musts; andere Leute aber sagten, sein Anblick habe ih-nen einen Schrecken und Grausten inspiriret. Er äiiLnrlrte auchmit grosienr Nachdruck, und ich weiß, daß man vorgegeben, es habedas gan ye Lou-Iün-'.. zu Basel vor Furcht gezittert,als es diesen ein-yigen Böhmen gesthrn, und ihn reden hören.

Am Fest der Heü. drey Könige des iHzzten Jahres grri'viltea?rocovm8^gHis,und die andern dey ihm seyenben Böhmen zu Basel,und wurden prächtig eingcholtt. Sie hatten einige Fahnen bey sich,

in