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Gber-Marck zu Lossnitz, an dem hohen Hause, genannt zu dem Ha-fen, hatte man, zu Begehung der Oei einon ie, eme grosse Bühne errich-tet, auf welcher vrerylg Menschen geräumig stehen kunken; auf einerlangen und breiten Treppe aber stieg man hinauf. Oben auf der Bühnestundsein hoher Arm-Sessel von erlichen Stuffen, mit einem gülde-nem Rüsten beleget, zu dessen Heyden Seiten ein güldenes Tuch her-unter hienge. Die Hinter Lehne am Stuhl war ein hoch-blauerSammettsom-'tGoldeingefasset.Undmit güldenen Franyen besetztgewesen >- über dem Gefiel aber sähe man einen kl» NgcN-n von Orsp 6'Or.oder einem güldenen Brücke. Neben diesem Stuhl oder Thron,wel-chervordenRayser zubereitet gewesen, hatte man zwey Stühle, jedochweit niedriger gssehek, aufdenen vier Personen sitzen kunten.
Als nun der besagte Tag angebrochen war, ritten frühe die Posau-ner und ZincksN'Bläser durch die ganye Sradr, mit welchen der beymir ftyende Adel sowohl aus der Marck Brandenburg, als auch ausdemFränckischen Landeritte, und dieübrigen Teurschen Fürsten liestsen ihre Lehen-Leute ebenfalls darzu stoffen. Eine Fahne von roch,wüllenem Tuche, so breit und lang als eine Hand, hatte ein jeder ausdem Adel in seiner Hand. Lctzlich kamen zwey Ritter in herrlicherund prächtiger Rüstung, deren einer die Fahne der Lhur-Marck-Brandenburg, der andere aber das Zollerische wapen geführet, destsen wir, mmlich ich und mein Bruder ^ubgvne8, uns bitzhero, als Burg-grafen bedienet'hatten.
Drey Stunden lang zog dieser Hausse in der Stadt herum. Als-dann versammleten sich die Lhurfürsten, Herzoge, Fürste^ Grafenund Stände des Reichs, so zu Lostnitz anwesend waren, und kamen ingrosser Menge vor mein (Quartier auf dem Fisch-Marck, dessen Eigen-chums-Herr ^IsinricK von l'skriLkuvöu gewesen. Ich begab mich, mitdem Thur-Rock und dem Lhur-Hm aufdas prächtigste angeklekdet, her-unter, stieg zu Pferde, und ritte, unter denen Lhurfürsten, nach demGber-Marck. Vor mir her wurden die zweypanrer vonzweyen vor-nchmen Herren geführet. Alles erschiene in grosser Pracht, und eswar eine solche Menge des reichenden Adels verhandelt, daß die Pla-ys und Gasten zu klein gewesen, als sich derselbe in Ordnung stellete.Auf dem Gber-Marck kunlen kaum die Stände des Reichs sich stel-len, und der übrige Adel muüe in denen nechsten Gasten halten. Weitmehr als hundert tausend Menschen waren zugegen, Wiche an denen
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