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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Kuntzen von Kauffung, dem sächsischen Printzen-Räuber, und Aruch Barbarossa, einem weltbekannten Türckischen See-Räuber, und nachmahligen König zu Algier : worinnen nicht nur sonderbare Nachrichten, von dem Raub derer beyden Sächsischen Printzen Ernesti und Alberti, ihrer Befreyung, und Kuntzens erfolgter Hinrichtung durch das Schwerdt enthalten ...
Entstehung
Seite
636
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««8(^§)SD»

Freyherrlichen und Hoch-Gräflichen Hausern worinnen derselben Merthum, Ab-stammungen, ÄZapen,Einkheilung derer Geschiechts-Häuser, Herrschafften, Lehn-undRitter-Güther,wle auch Leben und Lhaten der berühmtrsten Hoch-AdelichenPersonen, nach ihrer Geburth/ Vermählung, erzeugten Kinder und Ableben, inglei-chen viele merckwürdige Begebenheiten dererjenigen,weiche sich entwederzuKriegs-und Friedens-Zeit, bey aushobeaden ckarFen an hohen Höfen, oder aber auch durchanderer Ehren-Bedienungen, erwiesene Lapfferkeit oder Gelehrsamkeit, und son-sten, einen herrlichen Ruhm erworben haben, demiich beschrieben/ nebst einer Vor-rede Herrn l> Johann Burchard Menckens, aufGarnitz, Königs Pohln. und Chur«fürstl. Sächß. Höf-Raths und üilloriograpki, wie auch Uilior. kkvf l'^blici inLeipzig,der Königs Englischen und Preußischen Societäten der Wissenschafften Mitgliedsund des grossen Fürssen-eolic^i ooUeAigli, zusammen getragen und heraus gege-ben, von Vs'entiao Königen, Königs Pohln und Churfürsts. Sächs. äccik-IasscÄorzu Kohren. Erster Theik, Leipzig verl«gksWolffgangDeer^7r7. in fol. nebst s. Bo-gen Kupffer.

KuntzvonKauffung.

Keine Nachricht hatte mir angenehmer als dies« ieyn können, indem ich keinenZweifle! trage, es werde auch mein Hoch-Adllches Geschlecht so wohl als diejenigenFamilien, mit welchen wir uns vermählet haben, entweder in diesem Band bereitsbeschrieben worden sey», oder in dem folgenden einen Platz finden. Die Verdiensteder gelehrtesten Männer und dir Tbaten der tapffrcsten Helden kommen mit derKeikin Vergessenheit/woferne sie nicht durch geschickte Federn ausgezeichnet, undden Untergang bcsceyet werden. Und woferne es in meinem Vermögen stünde, sowolteich diesem fleißigen Geschichl-Schreiber des Sächsischen Adels gerne eine»kccompcrii aus dem Reich der Tobten überinachcn, aber ich hoffe, es werden andereSächsische Familien, und sonderlich auch diejenigen, welche mit meinem Geschlechtverwandt sind, und noch jetzo in gutem Flor sichen, ihn nicht unbelohnet lassen.

Barbarossa. M»

< 1 hr seyd der Eitelkeit noch nicht abgestorben, mein lieber comp-AM, daß ihrruck auf euer» Adel und euer Geschlecht so viel zu gut rhut, welches ja blosse Glücks-Güter find, und nicht wisset daßder wahreAdel durch eigne Lugenden und Ver.dienst« erworben werden muß. Woferne i» noch in gleicherEiteikeit m t euch steck-te, so könnt« ich darinnen viele Vorzüge vor euch aufweisen, indem ich unter dieKönige vonMgier gezchlet werde, und mein Leben und Lhaten von denen Erschicht-Schrri-mr dieses Köm'grcichsaussührlich beschrieben worben sind.

Kuntz vonKauffung.

Di'eKönige vonAlgier kommen mirin Ansehung andererKönigewiedie Zaun-Könige vor, und ziehe ich einem jeden tapffern Sächsischen von Adel, einem solchenSedetz-Kömg vor, aber ihr betrachtet euch nur aufder guten Seite- Ist euch den»unbekannt, daß ihr in der Historie dcr Ser-Räuber obeks anstehet ?

Barbarossa.

Und ihr unter denen Land-Capers die vornehmste Stelle behauptet.

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